Chris Hemsworth in 'Thor - The Dark Kingdom' - Filmkritik

Muskelprotz Chris Hemsworth als Thor

Von Jakob Paßlick

3.5 von 5 Punkten

Mit 'Thor - The Dark Kingdom' bringt Marvel den zweiten Teil der Comic-Verfilmung um den Göttersohn Thor in die Kinos. Den Kinobesucher erwarten ein gewaltiges Spektakel und drei tolle und gewitzte Hauptdarsteller - allen voran der vor Muskeln nur so strotzende Chris Hemsworth, der erneut in die Hauptrolle des zornigen Göttersohnes schlüpft und sich inzwischen zum richtigen Kassenmagneten entwickelt hat.

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Der Australier scheint derzeit ein echter Garant für erfolgreiches Kino zu sein. Momentan ist er nicht nur im Film 'Rush' als Rennfahrer James Hunt zu sehen, sondern jetzt wieder auch als Göttersohn Thor, den er ebenso bemerkenswert spielt: Im zweiten Teil des Action-Epos geht es nicht nur um die Erde, sondern alle neun Reiche, die von einem dunklen Feind bedroht werden. Göttersohn Thor (Chris Hemsworth, 'Rush', 'Red Dawn') muss die Kräfte des Kosmos wieder in Einklang bringen.

Doch für ihn gilt es eine große Hürde zu überwinden: Sein Gegner ist kein Geringerer als Malekith (Christopher Eccleston, 'G.I,. Joe') und sein Volk der dunklen Elfen. Malekith kehrt mit dem Ziel zurück, das Universum wieder in ewige Dunkelheit zu stürzen. Thor muss eine gefährliche Reise antreten, die ihn mit seiner großen Liebe Jane Foster (Natalie Portman, 'Black Swan') wiedervereint. Aber die Reise zwingt den Göttersohn auch, sich in eine riskante Allianz mit seinem Adoptivbruder Loki zu vereinen.

Tom Hiddleston lehrt einem als Loki das Fürchten

Leider gerät man gleich zu Beginn des Films etwas ins Straucheln, und das hat einen Grund: Die Vorgeschichte wird vor den eigentlichen Film gestellt, hilft aber keinesfalls zur Einordnung. Verwirrend auch die anfangs schnellen Sprünge zwischen den verschiedenen Welten - das geht alles etwas zu fix, und so verliert man als Zuschauer schnell die Orientierung. Zum Glück schafft es Regisseur Alan Taylor ('Game of Thrones', 'Die Sopranos', 'Mad Men') dennoch, den Film wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Nach etwa zehn Minuten beginnt eine charismatische Geschichte, die auf die nordische Mythologie und die Comicgeschichte zurückgreift und einem verständlichen Erzählstrang folgt.

Für die sehenswerte Fortsetzung von 'Thor' aus dem Jahr 2011 ist unter anderem wieder ein sprichwörtlich bärenstarker Chris Hemsworth in der Hauptrolle verantwortlich, der vor allem die weiblichen Zuschauer in seinen Bann ziehen dürfte. Dem Charme von Oscar-Gewinnerin Natalie Portman, die Marvel wieder als Jane Foster gewinnen konnte, werden dagegen sicher die männlichen Besucher reihenweise erliegen. Heimlicher Star des Films ist aber zweifellos Tom Hiddleston: Dessen schauspielerische Leistung ist phänomenal. Alleine das Minenspiel des englischen Schauspiers lehrt einem das Fürchten, und trotz aller Gemeinheit schafft er es, dass man seine Figur Loki irgendwie auch mag.

Mitreißend sind aber auch die Effekte im Film - vor allem in der 3D-Version. Zwar lassen auch die drei starken Hauptdarsteller und gute Effekte nicht immer über ein paar Ungereimtheiten hinwegtäuschen. Das macht aber nix: Taylor gelingt es immer wieder, uns zu überraschen – vor allem am Schluss. Deswegen: Beim Abspann nicht sofort aufstehen und gehen – kurz sitzen bleiben lohnt sich…

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