"Child 44" erhält keine Freigabe in Russland

"Child 44" erhält keine Freigabe in Russland
Nicht tauglich für Russland? "Child 44" mit Gary Oldman (l.) und Tom Hardy darf nicht ins Kino. © Lionsgate

Großer Wirbel um "Child 44". Der neue Film mit Gary Oldman und Tom Hardy in den Hauptrollen hat einen schweren Stand in Russland. Tatsächlich wurde nur wenige Tage vor dem angesetzten Kinostart verboten, ihn in den Kinos vorzuführen. Als Grund hierfür gab das russische Kultusministerium eine "Verfälschung historischer Fakten sowie eine absichtliche Interpretation von Geschehnissen, Bildern und des Charakters der sowjetischen Bürger dieser Zeit" an. Das berichtet die US-amerikanische Branchenseite "Deadline".

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Falsche Darstellung?

Der Film von Regisseur Daniel Espinosa ist eine Adaption von Tom Rob Smiths gleichnamigem Buch und handelt von dem grausamen Mord an mehreren Kindern während der Zeit der Sowjetunion unter Stalin. Der Chef des russischen Filmverleihs Central Partnership, Pavel Stepanov, soll laut des Berichts folgendes Statement abgegeben haben: "Central Partnership hat die Rechte an ,Child 44' als Teil eines Pauschalangebots mit Summit im Jahr 2011 erworben. Wir haben Änderungen am Skript, der Produktion und der Synchronisation vorgeschlagen, aber wir waren nicht zufrieden mit dem finalen Resultat."


Nichtsdestotrotz versuche man im Hause von Central Partnership derzeit, das Verbot von "Child 44" aufheben zu lassen. Dieses Ziel könnte aber wohl nur durch starke Veränderungen und Editieren des Films erreicht werden. Klar ist: Auch das US-Studio Lionsgate, welches "Child 44" produziert hat, dürfte mehr als erpicht darauf sein, dass der Film im wichtigen russischen Markt zu sehen ist.

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