Charlotte Gainsbourg: Ein kleiner Masochist

Charlotte Gainsbourg
Charlotte Gainsbourg © Cover Media

Charlotte Gainsbourg (42) fällt es nicht schwer, heiße Szenen zu drehen.

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Sie steht auf Schmerz

Für Lars von Triers neues Drama 'Nymphomaniac' schlüpfte die Schauspielerin ('Melancholia') in die Rolle einer sexsüchtigen Frau, die einem Fremden ihre Vergangenheit enthüllt. Auch Gewalt und Sadomasochismus gehören zu den Themen, die dabei angeschnitten werden - für Gainsbourg kein Problem. "Ich mag das. Ich bin wahrscheinlich selbst ein kleiner Masochist", gab die Französin im Interview mit dem britischen Magazin 'Marie Claire' zu. "Aber um ehrlich zu sein, ich täusche den Schmerz nur vor. Ich weiß, dass wir nur ein Spiel spielen. Ich missbrauche mich allerdings auch oft im echten Leben. Ich werde gerne kritisiert. Alles, was schwierig oder negativ ist, genieße ich bis hin zu einem gewissen Punkt."

Trotz ihres Erfolgs auf der Leinwand hält sich die Darstellerin lieber vom Rampenlicht fern, will allerdings nicht, dass ihr dies als Schüchternheit ausgelegt wird. "Ich glaube nicht, dass ich jemals schüchtern war", betonte Gainsbourg. "Mir war es lange Zeit recht, dass die Leute dachten, es wäre eine Art Selbstschutz. Ich glaube, dass Wort schüchtern ist etwas abgedroschen. Ich empfinde eher Unbehagen als Schüchternheit."

Mit ihrer Rollenwahl möchte die preisgekrönte Schauspielerin ihre Zuschauer übrigens provozieren und sich selbst an ihre Grenzen treiben. Aus diesem Grund arbeite sie immer wieder mit dem für seine kontroversen Filme bekannten Regisseur Lars von Trier (57, 'Antichrist'). Dass sie damit ihre Fans abschrecken könnte, kümmere sie nicht. "Wenn ich anfange, davor Angst zu haben, kann ich nichts mehr machen. Ich will es nicht anderen Leuten recht machen", stellte Charlotte Gainsbourg klar.

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