Hollywood Blog by Jessica Mazur

Charlie Sheen von der Bühne gebuht

von Jessica Mazur

Charlie Sheen startete am Wochenende seine in Minuten ausverkaufte My Violent Torpedo of Truth/Defeat Is Not an Option-Tour im amerikanischen Detroit und schoss sich mit seinem Torpedo der Wahrheit selbst ins Bein. Die hiesigen Medien bezeichnen den Auftritt von Sheen als Entertainment-Katastrophe, die ihresgleichen sucht, und die Besucher von Charlies erster Show geben ihnen durch die Bank Recht.

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Obwohl Charlie Sheen seinen Tourauftakt extra weit weg von Los Angeles ins knapp 3.800 Kilometer entfernte Detroit gelegt hatte, waren die Augen der Hollywood-Medien an diesem Wochenende geschlossen auf Michigan gerichtet. Viele Journalisten ließen die parallel stattfindenden Kids Choice Awards Kids Choice Awards sein und reisten Charlie hinterher, so dass es am Samstagabend zahlreiche amerikanische Onlinemedien gab, die live von der Show bloggten oder twitterten.

Die Erwartungen waren also groß, und die Enttäuschung somit umso größer, denn Sheenius, wie sich Sheen seit neustem nennt, kam, sprach und wurde nach nicht mal einer Stunde von der Bühne gebuht. Der Grund: Charlies One Man Show bestand in erster Linie aus wirrem Gequassel, alten Filmclips und Ausschnitten aus den Interviews der letzten Wochen.

Sprich 70 Prozent der Show hätten man sich anstatt für $69 - $600 (so viel sollen einige Fans für Tickets auf dem Schwarzmarkt ausgegeben haben) auch bequem und umsonst im Internet anschauen können. Dumm gelaufen. Doch was haben die Leute erwartet? Dass der Sheen, der in den vergangenen Wochen die Medien mit seinen wirren Eskapaden auf Trab hielt, plötzlich ein durchdachtes und gut inszeniertes Bühnenprogramm auf die Beine stellt?

Und was hat Charlie Sheen erwartet? Dass ihm die Zuschauer zu Füßen liegen, wenn er sich vor sie stellt, halbgare Witze macht und über die Hollywood-Industrie ablästert? Fest steht: sowohl das Publikum, als auch Sheen haben sich zum Gespött gemacht. Die Zuschauer, weil sie so doof waren und Tickets gekauft haben, und Charlie Sheen weil er das neugierige Interesse an seinem Wahnsinn als echte Fanliebe interpretierte.

Doch etwas Gutes hat die Sache auch. Der grottenschlechte Tourauftakt könnte bedeuten, dass der Charlie Sheen Zirkus bald ENDLICH ein Ende hat. In den US Medien wird nämlich bereits gemunkelt, dass die Tour vorzeitig abgebrochen wird. Und die die NY Times bezeichnete Charlies Auftritt vom vergangenen Wochenende als Karriere-Selbstmord. Autsch.

Charlies zweite Show am Sonntagabend in Chicago verlief zwar ein wenig besser immerhin wurde der Schauspieler nicht von der Bühne gebuht - aber laut Medienberichten versuchen immer mehr Fans ihre Tickets für Shows in den kommenden Tagen online zu verhökern. So viel zum Thema Rockstar from Mars. Äh... wie heißt noch mal das Gegenteil von winning...;-)?

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.