Céline Dion: "René will in meinen Armen sterben"

Céline Dion: "René will in meinen Armen sterben"
Eine große Liebe durchlebt sehr harte Zeiten: Das Ehepaar Céline Dion und René Angélil © ddp images

Die kanadische Sängerin Céline Dion (47, "My Heart Will Go On") ist zurück auf der Bühne, obwohl sich der Gesundheitszustand ihres Ehemannes René Angélil (73) nicht verbessert hat. Seine Rachenkrebs-Erkrankung war der Grund, warum Dion eine monatelange Auszeit genommen hatte. Weshalb das Comeback trotzdem wichtig ist, erklärt sie in einem bewegenden Interview mit der Tageszeitung "USA Today": "Ich wollte ursprünglich gar nicht hier sein", aber ihr Mann hätte darauf bestanden, dass sie wieder in ihren Job zurückkehrt. Eine schwierige Aufgabe, schließlich handelt es sich um das grelle Showbusiness von Las Vegas. Aber sein gleichzeitiger Wunsch "in meinen Armen zu sterben" bringt die 47-Jährige in eine Zwickmühle: Wie lange hat der Mann, mit dem sie seit über 20 Jahren verheiratet ist, noch zu leben?

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Wie ernst ist die Lage?

"Wie lange noch? Die Ärzte haben keine Antwort."

Dions Mann und Manager, den sie mit zwölf kennenlernte und den sie den "einzigen Freund meines Lebens" nennt, wohnt nach einem Behandlungs-Marathon in Boston nun wieder bei seiner Frau und seinen drei Söhnen in Las Vegas. "Die letzten zwei Jahre wurde er intravenös ernährt", erzählt Dion über den Krankheitsverlauf, der bereits in den Neunzigern mit der ersten Diagnose begann. Mittlerweile würden sie die Ärzte fragen: "Wie lange hat er noch? Drei Wochen, drei Monate? René will es wissen. Aber sie sagen, sie wissen es nicht." Unterdessen notiere sie aufmerksam seine Wünsche für die Beerdigung und führe Gespräche, bei denen sie sehr stark sein muss: "Ich sage: 'Hast Du Angst? Ich verstehe. Sprich mit mir darüber.'" Denn gute Laune alleine helfe einem Sterbenskranken nicht weiter.


Angélils Leiden wird den Söhnen zur schmerzlichen Normalität

Der älteste Sohn des Paares, René-Charles (14), wachse langsam in die Rolle des Hausherren, obwohl es für ihn oft sehr schwierig sei, seinen Vater in einem so schlechten Zustand zu sehen. Im Gegensatz zu den vierjährigen, zweieiigen Zwillingen, Nelson und Eddy, die ihren Vater nicht anders kennen. "Wenn ich sage 'Kommt, lasst uns Dad füttern', kommen sie wie selbstverständlich mit", berichtet die Sängerin aus dem bedrückenden Familienalltag. Sie selbst kommt aus einer Großfamilie und hat dreizehn Geschwister, die alle in ärmlichen Verhältnissen aufwuchsen. Aber nachdem René Angélil 1980 Dions Talent entdeckte, ging es steil bergauf: Mit über 230 Millionen verkauften Platten ist sie heute eine der erfolgreichsten Popsängerinnen weltweit.



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