Carrie Fisher: Prinzessin Leia machte sie zur Ikone

Carrie Fisher: Prinzessin Leia machte sie zur Ikone
1977 verkörperte Carrie Fisher zum ersten Mal Prinzessin Leia © Globe-Photos/ImageCollect, SpotOn

Trauer um "Star Wars"-Heldin

Der "Star Wars"-Epos machte sie weltberühmt: Nun ist Carrie Fisher im Alter von 60 Jahren verstorben. Ihre Tochter Billie Lourd (24) gab am Dienstag in einem Statement bekannt, dass ihre Mutter am Morgen des 27. Dezembers um 8:55 Uhr gestorben ist. Die Schauspielerin wird vor allem durch ihre Rolle als Prinzessin Leia Organa in Erinnerung bleiben...

Als Kind von Sänger Eddie Fisher (1928 - 2010) und Debbie Reynolds (84) in eine berühmte Familie hineingeboren, schien der Weg für Carrie Fisher stets vorgezeichnet zu sein. Als sie zwei Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Ihr Vater heiratete daraufhin Elizabeth Taylor (1932 - 2011). 1977 stand die damals noch sehr junge Carrie Fisher schließlich zum ersten Mal als Prinzessin Lea vor der Kamera.

Heimliche Affäre mit Harrison Ford

Erst im November 2016 enthüllte sie ein Geheimnis, dass sie zuvor fast 40 Jahre lang mit sich herumgetragen hatte. Im Interview mit dem "People"-Magazin verriet Fisher, dass sie 1976 am Set des ersten "Star Wars"-Spielfilms eine Affäre mit ihrem Co-Darsteller Harrison Ford gehabt habe. "Unter der Woche waren wir Han und Leia, am Wochenende Carrie und Harrison", so die Schauspielerin.

"Es war so intensiv", beschrieb sie die Liaison mit ihrem wesentlich älteren "Star Wars"-Kollegen weiter. Drei Monate hätte ihre Affäre mit dem damals 33-jährigen Harrison Ford gedauert. Pikant: Der Schauspieler war bereits verheiratet und zweifacher Vater. Sie selbst sei mit ihren 19 Jahren noch sehr unerfahren gewesen. Die Zeit habe sie trotzdem immer in liebevoller Erinnerung behalten, so Fisher.

Ihre Karriere nach "Star Wars"

Doch außerhalb ihrer Auftritte im "Star Wars"-Imperium blieb Fishers Karriere in Hollywood relativ unspektakulär. Zu sehen war sie unter anderem in "Blues Brothers" und "Harry und Sally", außerdem absolvierte sie zahlreiche Gastauftritte in Fernsehserien wie "Sex and the City" oder "The Big Bang Theory".

Schlagzeilen machte sie vor allem durch ihren Drogenkonsum und die Diagnose einer bipolaren Störung. Gerüchten zufolge habe sei bereits mit 13 Jahren angefangen Marihuana zu konsumieren. Später habe sie Drogen wie Kokaine und LSD probiert. Ihre Drogenerfahrungen verarbeitete sie unter anderem in ihrem ersten Roman "Postcards From The Edge" (deutscher Titel: "Grüße aus Hollywood"), der zum Teil autobiografische Elemente enthält. 1990 wurde das Buch mit Meryl Streep in der Hauptrolle verfilmt. Der Film erhielt sowohl eine Oscar- als auch zwei Golden-Globe-Nominierungen.

Zurück ins Gedächtnis geholt wurde Fisher vielen, als 2015 mit "Das Erwachen der Macht" ein neuer "Star Wars"-Film in die Kinos kam. Dort feierte sie an der Seite ihrer ehemaligen Kollegen Harrison Ford (Han Solo), Mark Hamill (Luke Skywalker) und Peter Mayhew (Chewbacca) ein Comeback als Prinzessin Leia.

Fisher hatte am 23. Dezember in einem Flugzeug auf dem Weg von London nach Los Angeles einen schweren Herzanfall erlitten. Daraufhin wurde sie im Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt. Über die Weihnachtsfeiertage hatte unter anderem ihre Mutter verkündet, dass der Zustand ihrer Tochter stabil sei.

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