Caroline Beil: Schlager wider Willen?

Caroline Beil: Schlager wider Willen?
Caroline Beil und Oliver Lukas wollen den Schlagermarkt aufmischen © Da Records

Caroline Beil ist den meisten sicher als Moderatorin und Schauspielerin bekannt. Dass die 48-Jährige nun auch singt, dürfte deshalb viele überraschen. Dabei sagt sie selbst im Interview mit spot on news, dass sie mit der Musik groß geworden ist. "Mein Vater war Schlagersänger und Trompeter. Musik war somit schon immer großer Teil meines Lebens." Zudem hat Beil eine Gesangsausbildung genossen und auch früher schon gesungen. "Aber eher Jazz, daher vor kleinerem Publikum", erklärt die gebürtige Hamburgerin. Doch nun soll endlich ein größeres Publikum besungen werden. Und an dieser Stelle kommt ihr Duett-Partner Oliver Lukas (49) ins Spiel.

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Duett-Album mit Oliver Lukas

Lukas hat sich vor allem als Textschreiber für Künstler wie Wolkenfrei oder Beatrice Egli einen Namen gemacht. Mit ihm zusammen hat sie nun das Schlager-Album "Beziehungsweise" aufgenommen, das am heutigen Freitag veröffentlicht wird. Dass es zu diesem Duett überhaupt kam, war Zufall. Beide lernten sich vor eineinhalb Jahren auf der Wahl zur Miss Germany kennen. Beil saß in der Jury, Lukas gab den Missen Sprechtraining.

 

Vom Jazz zum Schlager

 

"Ich wusste, dass er Texte für andere Musiker schreibt und meinte, er solle doch auch mal was für mich schreiben. Und so hat sich unsere Zusammenarbeit ergeben", fasst Beil zusammen und Lukas ergänzt: "Caro hatte mir gesagt, dass sie schon Jazz-Musik gemacht hat, damit war für mich klar, dass sie singen kann und bestimmt auch einen guten Popschlager hinbekommen würde." Dabei wollte die ehemalige "Blitz"-Moderatorin nie Schlager singen, wie sie verrät. Doch Oliver Lukas habe sie bekehrt.

"Die Bekehrung fand in Form eines Witzes statt", so Lukas. "Ob sie den lustig fand, weiß ich nun auch nicht, aber ich habe sie gefragt: 'Was sagt ein Popmusiker zu einem Jazzmusiker im Auto? Zum Flughafen bitte!' Weil der Jazzmusiker muss sich noch immer als Taxifahrer ein Zubrot verdienen." Allein der Witz war für Beil natürlich nicht der Grund sich auf ein Schlager-Album einzulassen. Vielmehr habe sie sich überzeugen lassen, dass Schlager heutzutage etwas anderes ist, als sie in ihrem Kopf abgespeichert hat. Deshalb sagt Beil nun auch über die eigene Platte: "Ich finde unser Album ist sehr poppig und modern und toll arrangiert." Diese Art der Musik könne sie nun auch "total vertreten, sonst hätte ich es auch nicht gemacht".

 

Was würde Dieter Bohlen wohl sagen?

 

Als Vorbote für ihr Album schickte das Duo die Single "Seelenverwandt" voraus. Ein Titel, der scheinbar perfekt zu Beil und Lukas passt. Denn während sie sagt: "Wir haben beide den gleichen Humor, lieben Musik und kommen aus dem Norden", sagt er: "Wir waren von der ersten Sekunde an im Umgang ganz natürlich miteinander." Und das könne man nur mit Leuten, zu denen man eine innere Verbindung habe. Eine solche Verbindung hat Lukas auch zu Dieter Bohlen. Mit dem Poptitan arbeitete er bei "DSDS" als Vocalcoach zusammen.

Eine Frage muss daher erlaubt sein: Was würde Dieter Bohlen als Juror über das Duett Beil/Lukas sagen? Für Lukas ist die Sache klar, Dieter könne nur eins sagen: "Was ist das denn für 'ne Scheiße? Du moderiere mal lieber weiter und du texte weiter, aber singt nicht!", gibt Lukas in einer astreinen Dieter-Bohlen-Parodie lachend zum Besten. Caroline Beil hingegen glaubt, dass der Poptitan eher was anderes sagen würde. Und zwar: "Scheiße ist geil, ich will euch unter Vertrag!", flunkert die frischgebackene Schlagersängerin. Wer von beiden am Ende wohl näher an der Wahrheit liegt?

spot on news

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