Carly Rea Jepson im exklusiven Interview mit RTL Teil II

Carly Rea Jepson im exklusiven Interview mit RTL Teil II
© Nina G. Gilhooley

„Vor 300.000 Leuten aufzutreten, war unglaublich!“

Was waren die bislang bedeutendsten Meilensteine in deiner noch jungen Karriere?

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Die VMA-Nominierung war Wahnsinn! Auch der Moment, einer der „Special Guests“ bei Justin Bieber in Mexico City zu sein und vor 300.000 Leuten aufzutreten, war unglaublich. Jetzt ist ein weiterer Meilenstein dazugekommen, die Veröffentlichung von „Kiss“, und die anstehende Tour mit Justin.

Wie war die Zusammenarbeit mit Justin? Ihr singt ein Duett („Beautiful“) auf deinem neuen Album?

Das war ein großes Geschenk für mich, wie ein Traum, der plötzlich Realität wird. Als Justin Bieber erstmals über meinen Song „Call Me Maybe“ getwittert hatte, kamen meine Freunde zu mir, und es fing dieses „Stell dir vor, …“ an. Jeder von ihnen hatte eine größere Fantasievorstellung: „Stell dir vor, eines Tages mit ihm zu touren!“, „Stell dir vor, du würdest mal einen Song mit ihm aufnehmen!“, „Stell dir vor, du würdest bei seinem Label unter Vertrag kommen!“. Jetzt blicke ich zurück – und alle drei Dinge sind passiert! Ich weiß zwar nicht wie, aber ich denke, ich bin einfach ein ziemliches Glückskind…

Seid ihr richtige Freunde geworden, die auch mal privat auf einen Drink ausgehen?

Ja, ich würde ihn einen Freund nennen. Begonnen hat das natürlich als eine berufliche Zusammenarbeit, er ist ja einer der Labelchefs. Es ist cool zu sehen, wie gut er dieses ganze Business im Griff hat. Ich kann eine Menge von ihm lernen.

„Canadian Idol 2007“ hat dich einem großen Publikum erstmals bekannt gemacht. Du warst Dritte der damaligen Staffel - wie hat sich das auf deine weitere Karriere ausgewirkt?

Das war Fluch und Segen gleichermaßen. Ich war in den Top 5 und überrascht, dass ich überhaupt so weit gekommen bin. Das war eigentlich nicht der Weg, den ich ursprünglich für mich selbst einschlagen wollte. Jede Woche rief ich meine Familie an und meinte „Leute, ich bin immer noch dabei. Verrückt!“. Bei den letzten Fünf kam der Gedanke „Was, wenn ich gewinne?“. Als ich dann Dritte wurde, war das einerseits natürlich toll, aber man hat durchaus gedacht „Wäre schön gewesen, wenn ich es geschafft hätte.“ Wenn ich aber heute zurückblicke, war es ein Segen, da ich so auch vertraglich ungebunden war, meine eigenen Songs schreiben konnte und tun durfte, was ich wollte.

Wenn du noch einmal die Wahl hättest: Würdest du wieder teil nehmen?

Ja, denn ich denke, ohne dieses Format würde ich heute nicht hier stehen. Ich blicke darauf zurück und habe gute Erinnerungen daran. Aber eine Teilnahme an einer Castingshow muss jeder für sich selbst entscheiden, es ist nicht für jeden das Richtige. Für mich hat es gepasst, aber ich brauchte fünf Staffeln, bis ich endlich den Mut hatte, mich zu bewerben. Vier Staffeln lang war ich sehr skeptisch, aber dann habe ich bei der Show angeklopft und wollte es versuchen. Naja, und es hat geklappt!

Welchen Rat gibst du heutigen Castingshow-Kandidaten?

Es ist eine Chance, deine Karriere voranzutreiben. Es ist wichtig, herauszufinden, was ausgerechnet dich von allen anderen unterscheidet. Was du kannst oder vermittelst, was niemand anders so kann. Denn viele können ganz gut singen oder haben irgendwelche besonderen Talente. Finde heraus, was das Besondere bei dir ist, und zeige das auch – ohne sich zu verstecken oder sich sogar dafür zu schämen. Sei stolz auf das, was dich zu einem Original macht und zeig es! Das war etwas, was ich erst nach der Show verstanden habe.

Vielen Dank für das Interview!

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