Hollywood Blog by Jessica Mazur

Cannes-Blog: Paparazzi müsste man sein...

Cannes-Blog: Paparazzi müsste man sein...
Cannes-Blog: Paparazzi müsste man sein...

von Jessica Mazur

 

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Jake Gyllenhaal ist in der Stadt und macht die Damenwelt ganz verrückt - natürlich nur bis mit Brad Pitt und George Clooney endlich Männer für erwachsene Frauen anreisen. Mit steigender Promidichte potenziert sich auch die Zahl der Paparazzi, die an Edelstränden, vor den Partylocations und natürlich am Roten Teppich auf Hollywoodstars lauern. Ich muss gestehen, dass ich ein bisschen neidisch bin auf die Jungs (Frauen sieht man in dieser Profession so gut wie nie), die den ganzen Tag in der Sonne arbeiten, während unsereins den größten Teil des Tages in Kinosälen oder Konferenzräumen verbringt und nach dem Festival die Sonnenbankbräune als Cannes-Teint ausgeben muss.

Aber ich merke bald, dass die Jagd auf Fotos nicht nur Sonnenbaden mit Starfaktor ist. Richard Crossly aus Malta zum Beispiel ist zum ersten Mal hier und hat sich gleich bei seinem ersten Einsatz einen fetten Sonnenbrand zugezogen. Zusammen mit seinen Konkurrenten harrt er vor dem schicken Hotel Martinez aus - einer der Top-Adressen für Stars an der Croisette. Hier kam zum Beispiel Diane Krüger unter, die nach der Eröffnungsfeier erstmal wieder abgereist ist, weil sie in den USA dreht. Richard hängt wie sein britischer Kollege Ian Koenig lieber vor den Hotels rum, als zu den offiziellen Fotocalls zu gehen. "Ist doch doof, dann haben alle das gleiche Bild."

Die beiden sind nur scharf auf Exklusivshots - wie einst, als Richard den geheimen Ferienunterschlupf von Kate Moss entdeckte (wo's genau ist, verrät er nicht, weil er gern der einzige sein will, der ab und zu unangekündigt dort über den Zaun linst). Die Bezahlung ist sehr unterschiedlich - zwischen 35 Euro und Blankoscheck ist alles möglich. "Angelina beim Stillen wäre ein Traum", sagt Richard. Ja, das würden wir ihm auch abkaufen. Es besteht Hoffnung, denn sie hat sich für Montag angekündigt - natürlich mit ihrem Brad.

Auch wenn Skandalfotos überhaupt nicht sein Ding sind, interessieren Brangelina auch Pierre Sicard aus dem nordfranzösischen Dunkerque am meisten. Er ist ein alter Hase, und fährt schon seit 1983 nach Cannes. "Da warst du noch gar nicht geboren", schmeichelt er mir. Ich lasse den Charmeur lieber im Unklaren darüber, wie oft ich schon meinen 29. Geburtstag gefeiert habe. Er hat sich vor dem Hotel Majestic in der Nähe des Festivalpalastes postiert. "Sophie Marceau kam hier gerade raus", erzählt er mir. Jean-Claude Van Damme hat er auch schon im Kasten ebenso wie Chris Rock. "Hey", sagt Pierres Nachbar, "und den Kleinen hast du doch auch eben abgelichtet." Der Kleine? Nach kurzem Überlegen fällt den Herren der Name doch noch ein: Jake Gyllenhaal, dessen Film 'Zodiac' hier gerade Premiere feierte. So was würde weiblichen Paparazzi nie passieren. Die würden dafür jeden Sonnenbrand in Kauf nehmen und höchstens vor Aufregung vergessen abzudrücken.

A bientôt! Ihre Mireilla Zirpins

 

PS.: Heute ist es supersonnig hier, Zeit für meine Satin-Schühchen...

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© Bild: Jessica Mazur