Hollywood Blog by Jessica Mazur

Cannes-Blog: Clooney kurbelt den Umsatz der Apotheken an

Cannes-Blog: Clooney kurbelt den Umsatz der Apotheken an
Cannes-Blog: Clooney kurbelt den Umsatz der Apotheken an

von Jessica Mazur

 

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Heute werden hier in den Apotheken die Halsschmerzpastillen ausverkauft sein. Nicht nur, weil Fatih Akin sich auf seiner Premierenparty so heiser gefeiert hat, dass er die Dinger am laufenden Band lutscht. Sondern, weil wir so ein Gekreische wie gestern Abend bei diesem Festival noch nicht erlebt haben. Auf einmal ist Brad Pitt bei den Movie-Groupies bitter abgemeldet, denn George Clooney schritt bei der „Ocean’s Thirteen“-Premiere über den Roten Teppich. Und, mein Gott, hat der Mann Charme! Aus nächster Nähe sieht er noch besser aus als auf der Leinwand, und dazu ist er vor allem einfach nett zu den Fans. Während die hysterischen Girlies und ihre Muttis die Barrikaden überspringen, um IHN einmal anzufassen und die sechs Bodyguards und vier Polizisten schon den hektischen Blick bekommen, bleibt Clooney die Ruhe selbst, schreibt mit charmantem Augenaufschlag Autogramme und dreht als einziger Star die große Ehrenrunde bis zum letzten Winkel des Roten Teppichs. Jede noch so verschwitzte Patschehand schüttelt er und tut dabei so, als wäre es ihm das größte Vergnügen. Wenn das nur gespielt ist, nehme ich alles zurück, was ich je über „Emergency Room“ gesagt habe. Und auch manche Kolleginnen werden bei Clooneys grauen Schläfen so schwach, dass sie glatt jeden Berufsethos vergessen. Anstatt die objektive Berichterstatterin zu geben, benutzt eine Journalistin aus Asien nach der Pressekonferenz ihre Ellenbogen, um als erste vor seinem Pult zu stehen und ihm ein Plüschtierchen zu verehren – im Tausch gegen ein Autogramm. Und der Clooney-Schorsch ist sich für nix zu fies: Artig trägt er das schäbige Vieh mit sich herum, bis sich die Aufzugtür hinter ihm schließt. Vermutlich ist es das erste, was die Bodyguards entsorgen. Die schreibenden und nicht-schreibenden Fans draußen täten vermutlich einiges, um das gelbe Flauschhuhn in die Finger zu bekommen. Schließlich hat ER es angefasst. Mir ist der ganze Spuk ein bisschen unheimlich, aber ich bin beruhigt, dass George Clooney so ein großes Herz hat, zumindest für seine Fans. Denn auf der Pressekonferenz, auf der er nichts wirklich Spannendes erzählte, beantwortete er die Frage, ob er ans Heiraten denke, zum Leidwesen einiger anwesender Damen mit den Worten: „Ja oder nein. Eher nein.“ Dabei hätte er hier genug Auswahl. Denn selbst die meisten der Stars hier würden ihn sogar ehelichen, wenn er schwul wäre – und dann wären die Jungs wahrscheinlich auch im Rennen. Gut, dass ich alle Vorkehrungen getroffen habe, damit ich auf keinen Fall Halsweh kriege. A bientôt, Mireilla Zirpins

 

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© Bild: Jessica Mazur