Bryan Cranston: Mel Gibson hat es sich selbst verdorben

Bryan Cranston: Mel Gibson hat es sich selbst verdorben
Bryan Cranston © Cover Media

Bryan Cranston (59) glaubt, dass Kollege Mel Gibson (59) sich mit seinem Verhalten selbst auf die schwarze Liste von Hollywood gesetzt hat.

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Hollywoods schwarze Liste

Der 'Breaking Bad'-Star spielt in seinem neuen Film 'Trumbo' den Drehbuchautor Dalton Trumbo, der wegen seiner kommunistischen Ansichten in Hollywood auf die sogenannte schwarze Liste kam. In den 40ern kämpfte er für Gleichberechtigung in der Branche und wurde 1947 aufgefordert, vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe auszusagen. Da er dies verweigerte, wurde er verhaftet, woraufhin Filmstudios nicht mehr mit ihm arbeiten wollten.

Heutzutage geht es in Hollywood natürlich nicht mehr so zu, allerdings ist sich Bryan Cranston sicher, dass einige Schauspieler sich mit Eskapaden im Privatleben ihre Karriere in der Traumfabrik verbaut haben.

"Ich glaube, es gibt eine selbst auferlegte schwarze Liste in Hollywood", erklärte er bei einer Pressekonferenz im Rahmen des London Film Festival. "Nehmen Sie nur mal Mel Gibson ... Irgendein Fehlverhalten, das kommt auch auf die Art des Verhaltens an. Wenn man Leichen im Keller hat, die irgendwann rauskommen und dich mit abnormalem oder kriminellem Verhalten in Verbindung bringen, dann setzt du dich damit selbst auf die schwarze Liste. Weil die Leute dann nicht mehr mit dir arbeiten werden."

Mel Gibson ('Braveheart') galt einst als absoluter Superstar, bis er 2006 wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen wurde und dabei in eine antisemitische Schimpftirade ausbrach. Seitdem hat er lediglich in einer Handvoll Filmen mitgespielt. Eine gegenteilige Karriere legte Bryan Cranston hin, der zunächst hauptsächlich in Nebenrollen zu sehen war und erst vor wenigen Jahren dank 'Breaking Bad' den ganz großen Durchbruch schaffte.

Cover Media

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