Brustkrebs besiegt: Sylvie Meis über ihre schwere Zeit

Sylvie Meis hat den Brustkrebs besiegt Sylvie Meis hat vor genau fünf Jahren den Brustkrebs besiegt

"Ich wusste, da ist etwas nicht richtig"

Sylvie Meis feiert gern in diesen Wochen und sie hat allen Grund dazu. Denn der Sommer 2014 ist für sie der bedeutendste ihres bisherigen Lebens. Und das hat einen ernsten Hintergrund. Wir haben die Moderatorin zu einem Fotoshooting in Hamburg begleitet und haben dort eine glückliche und zugleich gezeichnete Sylvie erlebt.

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Sylvie kann und will mit uns zum ersten Mal ganz offen über den Brustkrebs reden, denn sie hat ihn endlich besiegt – und zwar seit der letzten Woche ganz offiziell. "Für mich ist dieses Jahr ein ganz besonders Jahr, denn ich bin jetzt fünf Jahre geheilt und darf mich jetzt offiziell gesund nennen. Für mich ist das natürlich etwas ganz Besonderes."

Ein perfekter Zeitpunkt sich als neue Botschafterin von 'Pink Ribbon', einer Brustkrebs-Organisation, fotografieren zu lassen. Die Botschaft: Früherkennung kann Leben retten. Sylvie selbst ist das beste Beispiel: „Ich hatte gerade ein Fotoshooting auf Ibiza und bin von dort aus nach Hause nach Madrid gereist. Ich habe dann geduscht, habe mich auf's Sofa gesetzt, habe Fernsehen geschaut und habe dann etwas gespürt. Und in dem Moment in dem ich das gespürt habe, wusste ich, da ist etwas nicht richtig." Und dann ging alles sehr schnell. Der Knoten wurde entnommen und die Diagnose Brustkrebs bestätigt sich. Sylvie war damals gerade einmal 31 Jahre alt. "Ich habe als erstes an Damian gedacht, er war damals erst drei Jahre alt war. Ich habe gedacht 'Ich muss das überleben'. Das Wort sterben oder Tod war nicht direkt in meinem Kopf, das ist erst später gekommen."

Je länger wir die Moderatorin beim Shooting mit Starfotografin Margaretha Olschewski beobachten, desto mehr kann man erahnen, dass Sylvie gelernt hat, eine Fassade aufzubauen. Sie kann mühelos von offener Fröhlichkeit zu zarter Verletztheit umswitchen. Auch 2009 stand sie sogar während der Chemotherapie mit Perücke lachend vor Fernseh-Kameras. Rückblickend nennt sie heute das ihre Überlebensstrategie! “Die Frau, die damals während des Supertalents in der Jury gesessen hat, oder die Frau, die zuhause war und der übel war und sich nachts 40 Mal übergeben hat - das war meine private Sache."

Die private Sylvie sah damals nur ihr Mann. Als der sie später verließ, brach Sylvies Welt erneut zusammen. Doch inzwischen ist der Liebeskummer vorbei - nur die beinahe wöchentlichen Schlagzeilen machen ihr manchmal noch zu schaffen: "Viele Sachen werden beobachtet, bei denen ich mir immer wieder sagen muss 'Sylvie, ignoriere es einfach.' Ich kann nicht um jede Sache so einen Stress machen, das ist einfach nicht gesund. Und manche Sachen sind einfach nur so lächerlich," so Sylvie. Sie genieße das Leben, sie genießt jeden gesunden Tag, denn sie weiß, dass das Leben auch eine andere Wendung nehmen kann. "Man vergisst natürlich ganz schnell, was man erlebt hat, ich kann mich auch über die kleinen Dinge aufregen. Aber ich muss mir immer wieder sagen: 'Sylvie, denk daran, was vor genau fünf Jahren war. Da war ich auch auf Ibiza. Aber da wusste ich, dass jetzt eine ganz, ganz harte Zeit kommt- sechs Monate Chemotherapie.'"

Bildquelle: RTL

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