Bruno Ganz: Alkoholsucht war traumatisch für den Sohn

Bruno Ganz: Alkoholsucht war traumatisch für den Sohn
Bruno Ganz © Cover Media

Bruno Ganz (74) weiß, wie schwer seine Alkoholsucht auch für seinen Sohn war. Umso glücklicher ist er, dass er sich heute bestens mit ihm versteht.

- Anzeige -

Das Trinken macht alles kaputt

Der Schauspieler ('Der Untergang') ist seit mittlerweile fast 17 Jahren trockener Alkoholiker. Nicht nur er machte davor eine schwere Zeit durch, auch für seinen blinden Sohn Daniel war das keinesfalls leicht.

"Daniel hatte dadurch eine sehr schwere Zeit, auch wegen seiner Behinderung. Ich glaube, für ihn war es eine traumatische Erfahrung", so Ganz im Interview mit der 'Bild am Sonntag'. "In den Phasen, in denen man trinkt, macht man alles kaputt. Alles. Jede Art von Verhältnis zu anderen Menschen wird dadurch schwer beschädigt, wenn nicht sogar für alle Zeit zerstört. Seit ich das nicht mehr mache, ist das Leben sehr viel leichter geworden."

So hätten Vater und Sohn heute ein gutes Verhältnis, freute sich der Ausnahmeschauspieler. "In diesem Punkt scheue ich mich auch nicht, pathetisch zu sein: Das ist tiefe Liebe. Dafür, dass ich Daniel als Kind oft der Mutter überlassen und meinem Beruf den Vorrang gegeben habe, schäme ich mich."

Über die Sucht würden die beiden Männer aber nicht sprechen. Lieber unterhalten sie sich über den Beruf des Vaters. Der ist ab dem 10. Dezember auch in einer ganz besonderen Rolle zu sehen. In der Neuauflage des Klassikers 'Heidi' spielt er den Alm-Öhi - mit dem hat er sogar einiges gemeinsam. "Ich bin auch ein Eigenbrötler, aber im Gegensatz zu ihm habe ich keine Vergangenheit, in der mich die Menschen schlecht behandelt haben. Ich erfuhr keine Ungerechtigkeit, die Gesellschaft war gut zu mir", sagte Bruno Ganz der Schweizer Zeitung 'Blick'. 

Cover Media

— ANZEIGE —