Britta von Lojewski hat Brustkrebs: Haarausfall nach Chemotherapie

TV-Moderatorin Britta von Lojewski
Britta von Lojewski wurde mit der TV-Show "Kochduell" zum absoluten Publikumsliebling. © picture alliance / dpa, Heinz Unger

Britta von Lojewski: "Konnte nicht glauben, dass es noch weiter runtergehen kann"

Sie habe Brustkrebs weil sie Pleite ist. Das glaubt 'Kochduell'-Moderatorin Britta von Lojewski. Die 52-jährige hat in den vergangenen Jahren fast alles verloren. Job, Geld, Ansehen und am Ende auch ihre Gesundheit. Denn Britta von Lojewski hat Brustkrebs. Die Diagnose kam für sie wie aus heiterem Himmel: Im Frühjahr dieses Jahres erhielt sie die Schock-Diagnose. "Ich bin innerlich in Ohnmacht gefallen", erzählt Lojewski im Interview mit RTL.

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Aktuell steckt die 52-jährige TV-Moderatorin bereits mitten in einer kräftezehrenden Chemotherapie. Doch das ist nicht alles: Lojewski, die von 1997 bis 2005 mit der TV-Show 'Kochduell' bei VOX große Erfolge feierte, musste kürzlich Privatinsolvenz anmelden. "Die Existenzsorgen haben sich quasi aufgetürmt und ich habe irgendwann gedacht, wie sollst du da jemals wieder rauskommen", so die beliebte Moderatorin.

Die Chemo-Therapie hat ihre Spuren hinterlassen - die geliebten blonden Haare sind weg. „Es war unfassbar, die Haare lagen büschelweise vor mir auf dem Fußboden - ich dachte erst, Donald Trump war in der Nacht da und hätte sein Toupet verloren“, scherzt die 52-Jährige. "Ich sah aus, wie gemaust." Und daraufhin habe sie sich in einem letzten Akt der Selbstbestimmung auch die restlichen Haare geschoren. Für ein Shooting der Zeitschrift 'Bunte' hat Lojewski ihre Glatze gezeigt, doch das habe sie schon große Überwindung gekostet. "Ich hab' mir damit selber Mut gemacht. Ich finde es immer gut, wenn man sich seiner Angst stellt." Inzwischen habe sie auch die Wimpern und Augenbrauen verloren. Doch sie möchte nicht resignieren. "Man muss lernen die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind und dann versuchen, mit dem was noch da ist, das Beste draus zu machen."

Der Gang zum Sozialamt fiel Britta von Lojewski sehr schwer

TV-Moderatorin Britta von Lojewski im Jahre 2002
Im Frühjahr dieses Jahres erhielt Britta von Lojewski die schreckliche Diagnose: Brustkrebs. © WENN, PH3/HSS

Britta von Lojewski ist sich sicher, dass ihr Krebs psychosomatisch bedingt ist, in erster Linie durch ihre jahrelange Existenzangst. Um auch im Alter abgesichert zu sein, steckte die Moderatorin 2002 ihre gesamten Ersparnisse, rund 500.000 Euro, in Ost-Immobilien. Doch die lukrative Geldanlage entpuppte sich als überdimensionale Kostenfalle. „In erster Linie ist es mein Fehler, meine Dummheit, die Kaufverträge unterschrieben zu haben. Dafür muss ich die Verantwortung übernehmen.“ Schließlich blieb dem einstigen Publikumsliebling nur noch der Gang zum Sozialamt, um dort Antrag auf Hartz IV zu stellen. „Jetzt geht es noch weiter runter. Wie sollst du das jemals wieder in den Griff bekommen?“, so von Lojewski, die ihr schickes 165-Quadratmeter-Apartment gegen eine kleine 2-Zimmer-Wohnung eingetauscht hat.

Die Ärzte sprechen ihr gegenüber von einer Heilungschance von 50 Prozent. „Ich habe eine Vision der Heilung, was den Krebs angeht, und auch im übertragenen Sinn für die Insolvenz“, sagt von Lojewski, die sich selbst Optimismus verordnet hat. Demnächst will Britta von Lojewski als ausgebildeter Lifecoach auch anderen Menschen Mut machen, aber auch als Moderatorin würde die 52-Jährige gerne irgendwann wieder arbeiten.

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