'Bridget Jones' Baby' mit Renée Zellweger, Patrick Dempsey und Colin Firth: Kritiker sind uneins

"Bridget Jones' Baby" bekommt gemischte Kritiken
Bridget Jones (Renée Zellweger) bekommt ein Baby, aber wer der Vater ist, das weiß sie nicht © STUDIOCANAL GMBH/ Giles Keyte, SpotOn
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Nett, aber nichts Besonderes

Bridget Jones bekommt ein Baby und die ganze Welt ist gespannt, wer der Vater des Kindes ist. "Bridget Jones' Baby" ist der dritte Teil der Kino-Reihe, in den Hauptrollen sind erneut Renée Zellweger (47) und Colin Firth (55) zu sehen. Einzig Hugh Grant (55) ist nicht mit dabei, für ihn tritt Patrick Dempsey (50) in den Ring. Am Montag feierte der Streifen in London Premiere. Während die Schauspieler auf dem roten Teppich strahlten, konnte der Film in den Augen der englischsprachigen Medien nicht nur glänzen. Die britische Zeitung "Daily Mail" schreibt, die Produktion sei zwar unterhaltsam, generiere aber bei Weitem nicht so viele Lacher, wie das Original "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück".

Immerhin konnte die Performance der Darsteller überzeugen: "Die schauspielerischen Leistungen sind toll. Es ist schön Jim Broadbent und Gemma Jones als Bridgets Eltern zu sehen und Sarah Solemani ist eine entzückende TV-Moderatorin", heißt es. Über Renée Zellweger wird geschrieben, sie wachse beachtenswert in die Aufgabe hinein, ihre Paraderolle mittleren Alters zu spielen.

Ein Klassentreffen auf das keiner Lust hat

Ein wenig anders sieht das "The Hollywood Reporter". Es gäbe zwar knackige Sprüche und vor allem von den Nebendarstellern feurige Performances, aber "wo eigentlich das Herz sein sollte, ist nur ein Eissplitter". Der Film vermittle das Gefühl eines Klassentreffens, wo jeder aufgrund von vergangenen Streitereien heimlich einen Groll gegen den anderen hege, aber jeder zu stolz sei, fernzubleiben.

Zellweger kommt in dieser Kritik nicht gut an. "Da ist etwas totes in ihren Augen", lautet die Beschreibung. "Ihr Charakter treibt so durch den Film, kaum interessiert an den Männern, die um sie kämpfen, kaum interessiert an ihrem Baby und erfüllt von einer Null-Bock-Trägheit, die den ganzen Film herabsetzt."

Keine Komödie für die Ewigkeit

"Variety" vergleicht den Film mit einer "Existenzkrise", da er versuche, die Nostalgie der ersten Filme mit modernen Dilemmas anzureichern. Trotz der "angenehm warmen, verletzlichen Performance von Zellweger ist der Film eine bunte Mischung". Pikante und "echt gute" Einzeiler würden Phänomene der modernen Kultur auf den Arm nehmen, während es jedoch auch schlaffe Witze gäbe, bei denen die Autoren wohl etwas zu optimistisch gedacht haben. Das Fazit lautet deshalb: "Bridget Jones' Baby' ist keine Komödie für die Ewigkeit". In Deutschland läuft die Produktion ab dem 20. Oktober.

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