Boxlegende Muhammad Ali ist gestorben

Muhammad Ali wurde 74 Jahre alt
Muhammad Ali starb im Alter von 74 Jahren in Phoenix (USA). © REUTERS, ANDREAS MEIER

Muhammad Ali wurde 74 Jahre alt

Die Welt trauert um einen der größten Sportler der Geschichte. Muhammad Ali ist tot. Der einstige Boxweltmeister im Schwergewicht und Jahrhundert-Sportler starb am Freitag (Ortszeit) in einem Krankenhaus bei Phoenix. Das teilte seine Familie mit. Muhammad Ali, eine herausragende Persönlichkeit im Ring und auch außerhalb, wurde 74 Jahre alt.

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„Gott segne dich, Daddy. Du bist die Liebe meines Lebens“, schrieb Tochter Hana Ali bei Twitter: „Unser Vater war ein bescheidener Riese! Und nun ist er heimgegangen zu Gott.“ Der dreimalige Schwergewichtsweltmeister war am Donnerstag wegen Atemproblemen ins Krankenhaus gebracht worden. Sein Sprecher beruhigte noch mit den Worten, Ali werde von einem Ärzteteam betreut und befinde sich in guter Verfassung. Die Sorge um Ali wuchs aber stündlich. Sein Zustand wurde immer kritischer. Ali schaffte es nicht.

Politiker, Künstler, Sportler - die Trauer über den Verlust der Box-Ikone ging über Berufs- und Landesgrenzen hinaus. „Es war mir eine Ehre...mit einem Mann befreundet zu sein, der durch Triumph und Prüfungen sogar größer als seine eigene Legende wurde“, erklärte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. „Er war ein Athlet, der die Herzen der Menschen rund um den Erdball berührt hat“, sagte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees: „Er war ein Athlet, der sich für Frieden und Toleranz eingesetzt hat - ein echter Olympionike.“

Unvergessen sind viele Auftritte Alis, auch der, als er 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta bereits gezeichnet von der 12 Jahre zuvor diagnostizierten Parkinson-Krankheit das Olympische Feuer entzündete. 36 Jahre zuvor hatte Ali, damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Cassius Marcellus Clay, selbst olympisches Gold im Halbschwergewicht geholt. Er war damals gerade 18 Jahre alt.

Ali trat für die Rechte der Schwarzen und Minderheiten weltweit ein. Ali geißelte den Vietnam-Krieg. Großbritanniens Premierminister David Cameron hob ihn nun als einen „Champion der Bürgerrechte und ein Vorbild für viele Menschen“ hervor. US-Pop-Ikone Madonna twitterte: „Dieser Mann. Dieser König. Dieser Held. Dieser Mensch. Worte können es nicht ausdrücken. Er hat die Welt wach gerüttelt.“ „Ali und Nelson Mandela waren für mich die größten Persönlichkeiten der Welt“, meinte Box-Manager Wilfried Sauerland. Muhammad Ali zeigte sich in den vergangenen Jahren kaum noch in der Öffentlichkeit.

Boxlegende Muhammad Ali ist tot
Boxlegende Muhammad Ali ist tot Abschied vom "Sportler des Jahrhunderts" 00:02:13
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"Ein Mann von Charakter"

Boxlegende Muhammad Ali ist gestorben
© dpa, Epa

Seit 32 Jahren und damit fast die Hälfte seines bewegten Lebens litt er an Parkinson. Mehrfach wurde er im Krankenhaus behandelt. Neben Parkinson hatten in den vergangenen Jahren auch andere Krankheiten den geschwächten Körper befallen. Er litt an einer Lungenentzündung, dann an einer schweren Harnwegsinfektion. Ali musste sich schonen, wurde von seiner Familie beschützt.

Alis Erfolgsbilanz ist sehr lang. Im Februar 1964 wurde er erstmals Schwergewichtsweltmeister bei den Profis. Er bezwang Sonny Liston und beschrieb seinen eleganten Boxstil mit den Worten: „Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene.“ Weitere zweimal krönte sich Ali danach zum Champion. Er bestritt 61 Profikämpfe, 56 davon gewann Muhammad Ali, der diesen Namen 1965 angenommen hatte, als er zum Islam konvertiert war.

Einer seiner Nachfolger, der ukrainische Ex-Weltmeister Wladimir Klitschko, betonte die Nachhaltigkeit von Alis Engagement: „Ein Mann von Charakter, Glauben, Würde und Professionalität. Du wirst uns weiterhin inspirieren, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.“

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