Hollywood Blog by Jessica Mazur

Botox oder nicht? Das ist hier die Frage

Jessica Mazur
Jessica Mazur wollte eigentlich nur ein bisschen entspannen...

von Jessica Mazur

Ich hatte am Wochenende seit langer Zeit mal wieder einen Facial-Termin im „Raya Day Spa“ auf dem La Cienega Boulevard. Wie immer bei Susanna, der russischen Kosmetikerin meines Vertrauens. Herrlich, schön eine Stunde entspannen bei Gesichtsmassage, Maske und dem ganzen Programm.

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Dachte ich zumindest. Doch während Susanna mein Gesicht massierte, sagte sie plötzlich mit schwerem russischen Akzent: “Oh sweety. No Fillers, heh? Interrrresting. You firrrrst customer without fillers today.“ Dann erklärte sie, dass sie bei ihren Kundinnen für gewöhnlich unter den Labialfalten und zwischen den Augen Fillers unter der Haut ertasten kann. Susanna erklärte mir: ”Sweety, you cannot tell from outside. Looks rrrreally good.“ Ähm, ok... Und was genau wollte sie mir damit sagen? Ich hätte es mir gerne verkniffen, doch ich musste einfach nachfragen: “So... you think I should do it?“ Susanna´s diplomatische Antwort: “Well Sweety. Wenn, dann besser früher als später. Ich habe zulange gewartet. “ Sie erklärte mir, dass sie sich erst seit fünf Jahren Botox spritzen lässt. Doch hätte sie gewisse Hautpartien ihres Gesichts schon früher „erstarren“ lassen, wären einige Falten erst gar nicht entstanden. Frei nach dem Motto Was sich nicht bewegen lässt, lässt sich auch schlecht falten. Macht Sinn.

Nachdem ich dann jedoch erwiderte, dass ich es merkwürdig finden würde, irgendwelche Mini-Würste unter meiner Haut ertasten zu können, klärte mich Susanna fachmännisch über meine Optionen auf. Es müsse ja nicht gleich Botox, Juvederm oder Restylane sein. Und ich erfuhr, dass der absolute Renner in Beverly Hills seit ein paar Monaten die so genannte ‘Liquid Gold‘-Behandlung sei. Hier in der Stadt auch liebevoll ‘Einsteiger‘-Treatment genannt. Hinter dem Namen verbirgt sich eine PRP (das steht für Platelet-Rich Plasma) und ‘Microneedling‘-Behandlung. Und so funktioniert es: Zuerst wird dem Patienten Blut abgenommen, das an Ort und Stelle zentrifugiert wird. Das dadurch erworbene gelbliche Blutplasma (daher der Name ‘flüssiges Gold‘) wird dann auf dem Gesicht verteilt und mit Hilfe vieler kleiner Nadeln in die Haut einmassiert. “It´s totally natural.“ so Susanna. Trotzdem soll das Blutplasma die Collagenbildung so stark ankurbeln, dass die Haut angeblich für ein bis eineinhalb Jahre jünger und straffer aussieht. Hm, das klingt ja grundsätzlich nicht sooo schlecht. Kostenpunkt: um die $1100 Dollar. “I can give you good contact.“ so Susanna. Dann trug sie mir eine Gesichtsmaske auf und befahl: “Now, relax Sweety.“ Ja, genau! Leichter gesagt, als getan. Anstatt Tiefenentspannung dachte ich natürlich die nächsten zwanzig Minuten über die Tiefe meiner Fältchen nach. Aber hey, it´s LA. Da gehört so´n bisschen faltenfreier Gruppenzwang wohl dazu. Aber ausgerechnet von meiner Kosmetikerin? Verdammt...! :)

Viele Grüße aus Lalaland sendet