Hollywood Blog by Jessica Mazur

Botox-Mum: Alles nur Schwindel!

von Jessica Mazur

Was tun die Leute nicht alles für ein bisschen Geld und fünf Minuten im Scheinwerferlicht? Wie heute bekannt wurde, ist die Geschichte von 'Botox-Mom' (das ist die Mutter, die in der vergangenen Woche für Schlagzeilen sorgte, weil sie ihrer achtjährigen Tochter Botox-Injektionen gegen Falten spritzt) von vorne bis hinten erstunken und erlogen. Die Frau heißt nicht mal Kerry Campbell, sondern Sheena Upton, und erklärte jetzt, dass ihre Tochter nicht Britney heißt, kein Botox erhält und an keinerlei Schönheitswettbewerben teilnimmt. Warum erzählt sie dann so einen Humbug? Weil ihr die englische 'Sun' angeblich 200 Dollar geboten hat, wenn sie die verrückte Story zum Besten gibt.

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Das macht natürlich Sinn - welche Mutter würde das eigene Kind nicht für 200 Dollar den Medien zum Fraß vorwerfen...!?! Die angeblich ebenfalls lukrativen Fernsehinterviews, die Upton wenig später den US-Medien gab inkl. gestellter Fotos ihrer Tochter mit Spritzen im Gesicht waren dann noch zusätzliche Einnahmequellen, die Upton unmöglich abschlagen konnte. Hinzu kommt, dass die Dame ein großer Fan von 'Reality TV' ist und sich Insidern zufolge heimlich erhoffte, auf dem Presserummel um ihre Person eine Karriere aufzubauen. Der Schuss ging nur leider nach hinten los. Denn statt eines Hollywood Produzenten klopfte das Jugendamt an ihre Tür und nahm ihr die Tochter weg. Dumm gelaufen.

So blieb Sheena Upton also nichts anderes übrig, als reinen Tisch zu machen. Ärzte des hiesigen UCLA Medical Centers nahmen die achtjährige Tochter mittlerweile genauestens unter die Lupe und stellten dabei fest, dass das Gesicht der Kleinen tatsächlich völlig Botox-frei ist. Kurzum: Botox-Mom ist der neue 'Balloon Boy Dad'. Alles nur Schwindel.

Und was machte die 'Mutter des Jahres', nachdem der Betrug heute auflog? Sie gibt fleißig weiter Interviews. Gegenüber 'TMZ' verteidigte sie in mehreren Videoclips ihr Verhalten und erklärt, dass die Story ursprünglich ja 'nur' in Großbritannien laufen sollte, sie eigentlich gar nicht wisse, was Botox überhaupt ist und dass sie letztendlich nichts weiter getan hätte, als eine Rolle zu spielen. Na, bei so viel schauspielerischem Talent ruft Steven Spielberg ja vielleicht doch noch an...

Botox hin oder her hier in den Staaten ist die Empörung über die Frau größer denn je. Und auch das Jugendamt hat den Fall noch nicht ad acta gelegt und überprüft, inwieweit die Mutter mit ihrer bezahlten Lügerei der Tochter geschadet hat. Bleibt die Frage offen: Wie kann Frau nur so dämlich sein und glauben, mit der Nummer durchzukommen? Aber für 200 Dollar und ein bisschen Ruhm ist es wohl einen Versuch...

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.