Boris Becker: Wo sind die Emotionen?

Boris Becker: Wo sind die Emotionen?
Boris Becker © Cover Media

Boris Becker (47) würde beim Tennis gerne mehr Gefühle sehen.

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Kaum Charaktere im Tennis

Der einstige Tennisspieler, der in seiner langjährigen Karriere unter anderem sechs Grand-Slam-Turniere sowie dreimal in Wimbledon gewann, zählt noch heute zu den bekanntesten Vertretern des Sports. Mittlerweile ist er als Trainer des Weltranglistenersten Novak Djokovic tätig und hat somit einen guten Einblick in den Sport. Dessen Zukunft sieht er allerdings in Gefahr: Novak oder Andy Murray hielten Tennis zwar am Leben, doch in "zwei oder drei Jahren müssen wir vorsichtig sein", warnte Becker gegenüber der 'BBC'.

Es gebe zwar einige wenige "gute Persönlichkeiten", allerdings einfach zu viele, über die man gar nichts wisse, so der Experte. Er glaubt, dass sich einige Spieler wegen sozialer und traditioneller Medien unnötig zurückhalten würden. "Heutzutage wird alles so überwacht und beobachtet. Und alle sind sehr wertend. Als ich noch spielte, konnte man auf dem Platz und auch im Privatleben noch ein bisschen emotionaler sein", erinnerte sich Boris Becker. "Ich bewundere die aktuellen Spieler sehr und ich glaube, die großen Vier [Novak Djokovic, Andy Murray, Roger Federer und Rafael Nadal] sind außergewöhnliche Spieler mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten, aber es gibt so viele mehr im Tennis, die ihre wahren Seiten nicht wirklich zeigen können, weil sie so abgeschirmt und vorsichtig sind."

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