Boris Becker: Ich wollte immer gewinnen

Boris Becker
Boris Becker © coverme.com

Boris Becker (46) konnte auf dem Tennisplatz immer seine taffe Seite zeigen. 

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Ein echt taffer Bursche 

Im Gespräch mit 'The Tennis Space' versuchte der Wimbledon-Held in Worte zu fassen, was einen guten Tennisspieler ausmacht. Dabei untermauerte Becker, dass jeder Sportler sich selbst treu bleiben muss, um wirklich gut zu sein. "Du kannst niemand sein, der du nicht bist", betonte der Star und zog einen Vergleich zu sich und seiner Karriere: "Ich wollte immer gewinnen. [.] Ich bin ein taffer Bursche. Ich habe nie eine Herausforderung oder einen Wettbewerb gescheut. Und so ist es dann zum Ausdruck gekommen. Ich war von Natur aus sehr angriffslustig, und das hat man dann auf dem Platz gesehen."

Diese Angriffslust musste Boris Becker nicht vortäuschen und so rät er auch jedem Nachwuchsspieler, keine Rolle zu spielen, die nicht zu ihm passt. "Dein Verhalten muss mit deiner Persönlichkeit übereinstimmen. Nicht jeder ist so aggressiv, wie ich es war, und das ist auch okay", betonte der Experte.

Ende 2013 überraschte Becker die Welt, als er Trainer von Tennis-Ass Novak Djokovic (26) wurde. Den ersten gemeinsamen Auftritt hatten die beiden bei den Australian Open, wo Titelverteidiger Djokovic schon im Viertelfinale ausschied - kein gelungenes Debüt! Im Gespräch mit 'n-tv.de' erzählte der Trainer, wie er sich nach der Niederlage seines Schützlings gefühlt hat: "Ich habe bis fünf, halb sechs kein Auge zubekommen. Wenn man mit Haut und Haaren mitleidet, dann ist man emotional sehr aufgewühlt und muss das Ganze erstmal verarbeiten." Doch Aufgeben kommt dem Leimener selbstverständlich nicht in den Sinn. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so betonte Boris Becker, was als nächstes auf dem Plan stehe: "Wir werden jetzt gemeinsam ins Trainingslager gehen und zusammen daran arbeiten, dass er fit ist für den nächsten langen Teil der Saison bis Wimbledon. Denn der Hauptblock der Saison findet dann statt und da wollen wir so fit sein, wie es nur geht. Da entscheidet sich, wer der Spieler des Jahres ist."

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