Boris Becker: "Es ist mein Recht zu sagen: So war es wirklich!"

Boris Becker: "Es ist mein Recht zu sagen: So war es wirklich!"
© dpa, Felix Hörhager

"Fakten nach bestem Wissen und Gewissen aufgeschrieben"

Der Trubel um das Enthüllungsbuch 'Das Leben ist kein Spiel' von Boris Becker reißt nicht ab. Nachdem sich vor allem der Ex-Tennisprofi selbst, dann die Becker-Ehefrau Lilly und auch Beckers Ex-Ehefrau Barbara über die Veröffentlichungen geäußert hatten, meldet sich nun auch noch einmal Boris Becker selbst zu Wort und erklärt: "Ich wollte nur die Wahrheit sagen!"

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Es sei ihm "eine Herzensangelegenheit" gewesen, seine "Wahrheit der letzten zwölf Jahre zu veröffentlichen", sagte Boris Becker der 'Bild'. Durch das Buch habe er die Möglichkeit dazu gehabt: "Ich führe mittlerweile seit Jahren ein neues und deutlich ruhigeres Leben. Ich habe lange Zeit die Klappe gehalten, wenn Unwahrheiten über mich verbreitet wurden. Anschuldigungen, die weh taten. Falsche Behauptungen, die für meine Familie und mich beleidigend waren. Und daher halte ich es für mein gutes Recht, heute zu sagen: So war es wirklich." Dass viele Schilderungen mit deutlichen und harten Worten gemacht wurden, kommentiert Becker: "Ich habe Fakten nach bestem Wissen und Gewissen aufgeschrieben."

Auch zum Twitter-Zoff mit Comedian Oliver Pocher bezieht Boris Becker Stellung: "Oliver Pocher kam gegen 0.30 Uhr völlig überraschend in meine Timeline. Dann haben wir uns über 90 Minuten ein launiges Duell geliefert. Man sollte solche Twitter-Dialoge allerdings nicht auf die Goldwaage legen." Zu den Vorwürfen, die Aktion sei zwischen den beiden Männern abgesprochen gewesen, bezieht der Ex-Tennisprofi klar Stellung: "Ich kann Ihnen versichern, das stimmt nicht." Und er stimmt sogar versöhnliche Worte an: "Ich hatte ihm am Ende des Duells ja schon eine gute Nacht gewünscht, und vielleicht trifft man sich tatsächlich mal auf ein Bier."

In Deutschland häufig über Affären dargestellt

Der Grund für die angespannte Stimmung zwischen Becker und Pocher ist Beckers Ex-Verlobte und Pochers Noch-Ehefrau Alessandra Pocher. "Ich glaube, dass Oliver möglicherweise nicht gefallen hat, dass ich mit Sandy vor ihm verlobt war und einen Teil meines Lebens mit ihr verbracht habe. Das hatte ja auch seinerzeit meine Frau Lilly in ihren sozialen Netzwerken sehr humorvoll ausgedrückt", sagt Becker, der in London lebt.

Zwar habe er sich über den Erfolg seines Buches, das am Erstverkaufstag gleich auf Platz Eins der Amazon-Rangliste einstieg, gefreut, jedoch fühle er sich oftmals auch falsch verstanden: "Ich habe das Gefühl, dass ich in Deutschland hauptsächlich über meine Affären dargestellt wurde. Aber ich möchte auch mal klar stellen, dass ich heute vor allem Familienmensch und Unternehmer bin." Deshalb denke er auch vorerst nicht über eine Rückkehr nach Deutschland nach. Aber: "Man soll niemals NIE sagen:"

Bildquelle: dpa bildfunk

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