Bloodgood: "Mein Busen lenkt nur ab"

Bloodgood: "Mein Busen lenkt nur ab"

Moon Bloodgood spielt in „Terminator – Die Erlösung“ die Widerstandskämpferin Blair Williams. Beim Interview im Paris kommt sie lässig ins Hotelzimmer gestapft, schmeißt sich auf den nächstbesten Stuhl und holt erst einmal eine Packung Schoko-Kekse heraus.

Interview: Christina Gruber

Erstaunlich, ich habe noch nie eine Hollywood-Schauspielerin Schokolade essen sehen?

(Lacht) Puh, ja, ich habe seit dem Film ganz schön zugenommen. Ich liebe Schokolade.

Im Film bist du eine echte Kämpferin, so wie Sigourney Weavers Ripley in „Alien“. Wer oder was hat dich da inspiriert?

(Lacht noch lauter). Exakt! Genau die hatte ich im Kopf, genau so wollte ich wirken. Sie ist eine Kämpferin, eine echte Frau, die aber keine Männerhasserin ist. Sie ist einfach tough, jammert nicht rum, hat diese innere Stärke. So wollte ich rüberkommen.

Wieso verliebt sich deine Filmfigur in die Mensch-Maschine Marcus Wright?

Nun, zuerst denkt meine Filmfigur Blair ja, der Typ ist ein Mensch – und als er sich später als Maschine herausstellt, dann ist das für sie auch okay. Hey, ich hatte mal einen Typen, der hatte ein künstliches Hüftgelenk. Das habe ich erst später erfahren. Aber ganz ehrlich, ich konnte mich nicht beschweren (lacht sich kaputt).

Bist du im echten Leben auch eine Kämpferin?

Ja, auf jeden Fall. Mir macht so schnell keiner Angst.

Wie gefährlich waren denn die Dreharbeiten? Deine Blair Williams muss allerhand Actionszenen überstehen. Hast du die Stunts selber gemacht?

Ja, habe ich. Ich bin Tänzerin, also gut trainiert. Meine Stunts haben unglaublich Spaß gemacht, da gab es Explosionen, da wurde geschossen und gekämpft. Einmal musste ich irgendwo runterspringen, ich wusste aber gar nicht, wie tief es da runter ging, ich konnte absolut nichts sehen vor lauter Nebel. Aber das hat auch Spaß gemacht, solche Szenen sind genau mein Ding.

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Bloodgood: "Mein Busen lenkt nur ab"

Wen mochtest du denn in den ersten Terminator-Filmen am liebsten?

Klar, natürlich Sarah Connor. Vor allem im zweiten Terminator-Film, als sie die Fighterin gibt und mit der Pumpgun um sich schießt. Aber Arnold Schwarzenegger mochte ich auch, er ist eine geniale Erscheinung. Er ist wirklich lustig, die Leute lieben Arnie.

Ist er denn ein besserer Politiker oder ein besserer Schauspieler?

Ich weiß nicht, ich kann Arnold Schwarzenegger als Politiker nicht ernst nehmen. Wenn ich ihn sehe bei politischen Diskussionen habe ich immer diese Predator-Terminator-Bilder vor Augen. Aber ich bin sehr beeindruckt: Da kommt einer aus diesem fremden Land Österreich in die USA, wird ein großer Filmstar, heiratet eine Kennedy, wird Gouverneur! Übrigens: Mein Anwalt ist ein Neffe von Arnie!!! Der erzählt wirklich nette Sachen über seinen Onkel.

Es wurden Szenen für Terminator gedreht, da waren deine nackten Brüste zu sehen. Für den fertigen Film wurden diese Szenen dann weggeschnitten – wieso?

Ach, das war eine Szene, da stehe ich nachts im Regen und reinige eine Wunde. Eigentlich eine ganz schöne Szene, mit Mondlicht und so. Aber das wurde dann rausgeschnitten, weil es einfach nicht funktionierte. Da ging es in der Sequenz um Gewalt und Kampf – wenn man da plötzlich Brüste bringt, das passt einfach nicht. Mein Busen lenkt die Zuschauer nur ab (lacht laut).

Wie war es, mit großen Stars wie Christian Bale oder auch Sam Worthington zu spielen?

Sie sind sich beide sehr ähnlich, sehr konzentriert, sehr ernsthaft. Die beiden sind super-mega-konzentriert – wie Laser! Ich bin „nur“ konzentiert bei der Sache. Ich bin auch mal müde, mache Scherze mit der Crew. Aber ich hatte für diesen Film ja auch nicht dieses Gewicht wie die beiden. Wenn deine Rolle den Film trägt, dann gehst du da noch mal anders dran, dann musst du wirklich großartig sein. Denn – wenn du es versaust, geht das auf dein Konto. Bei Sam Worthington hat mir gefallen, er ist so der geniale Typ, der hat schon so geniale Augen. Und Christian Bale ist eher der „Ey, mach mich nicht an“-Typ. Das mochte ich sehr, ich bin genauso.

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