Hollywood Blog by Jessica Mazur

Blog on tour: Samanthas Toy-Boy rettet Jessicas Tag

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von Jessica Mazur

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Move over, Kim Cattrall! Jetzt bin ich an der Reihe... Ich hatte heute nämlich das Vergnügen, den Tag mit DEM Augenschmaus, bzw. "Eye Candy", wie die Amerikaner sagen würden, aus "Sex & the City""zu verbringen. Nein, ich meine nicht Carries Manolo Blahniks, obwohl das sicher auch sehr nett gewesen wäre, ich spreche von Samantha Jones' Bettgefährten Smith! Jason Lewis, wie der Schauspieler im wahren Leben heißt, spielt nämlich neben Brittany Murphy die Hauptrolle in dem amerikanischen Fernsehfilm, den mein Freund gerade dreht und wegen dem wir uns derzeit in New Orleans befinden. Und da ich in den letzten Tagen meine Kreditkarte in den zahlreichen kleinen Shops auf der Royal Street im French Quarter bereits ausgiebig strapaziert habe, habe ich mir heute mal eine Shopping- und Sightseeing-Auszeit gegönnt und den Tag am Set des Films verbracht. Die Tatsache, dass der schnuckelige Jason Lewis in dem Streifen mitspielt, hat bei dieser Entscheidung natürlich ÜBERHAUPT keine Rolle gespielt (...zumindest habe ich das meinem Freund so verkauft ;-) ).

Was Jason Lewis angeht, wurde ich auch nicht enttäuscht. Ein echt netter und lustiger Typ, der trotz seines Erfolges "down to earth" geblieben ist, zumindest soweit ich das nach einem Tag beurteilen kann. Das Treffen mit Samantha Jones' Toy-Boy war dann aber auch mit Abstand das Aufregendste des ganzen Tages, denn wieder einmal musste ich feststellen: mal abgesehen von der Tatsache, dass man vielleicht den einen oder anderen Promi trifft, gibt es wohl kaum etwas Unspektakuläreres, als an einem Filmset abzuhängen. Los geht es schon mit der Uhrzeit! Um auch ja den ersten Sonnenstrahl mitzubekommen, ging der Dreh heute um 7.00 Uhr in der Früh los. Da das Set eine Stunde entfernt von New Orleans lag, bedeutete das: aufstehen um 5.00 Uhr, was in meinen Augen in etwa gleichzusetzen ist mit "mitten in der Nacht"! Nachdem die Leute hier in den letzten Tagen noch in Shorts und Flip Flops herumliefen, hatte sich dann ausgerechnet in der letzten Nacht der Wettergott überlegt, die Temperaturen ein paar Grad runter zu drehen, so dass während der ersten Stunden Minusgrade herrschten und sich über die Zuckerrohrfelder außerhalb der Stadt eine eisige Frostschicht gelegt hatte. Brrrr... Ich hatte aber zumindest das Glück, eine Jacke tragen zu können, während die armen Schauspieler ihre Szenen in T-Shirts und zum Teil kurzen Hosen spielen mussten, da die Geschichte des Films im Sommer spielt.

Das eigentliche Problem an einem Filmset, ist aber nicht das Wetter, sondern die ewige Warterei darauf, dass endlich gedreht werden kann. Erst muss das Licht eingerichtet werden, dann der Ton, dann die Kameras und dann, wenn dann endlich alles steht und der Regisseur "Action" ruft, fliegt in der Ferne ein Flugzeug vorbei, die Aufnahme ist unbrauchbar und alles muss auf Anfang zurück. So kommt es, dass am Ende eines Tages nicht mehr als zwei oder drei Minuten des Films im Kasten sind, bei richtig großen Blockbustern ist es oft sogar noch weniger, sprich in zehn Stunden werden gerade einmal drei, vier kleine Szenen gedreht. Puh... nicht wirklich das Richtige für jemanden, der so ungeduldig ist wie ich...;-) Natürlich hat mein kleiner Ausflug in die Filmwelt heute auch Spaß gemacht, besonders weil ich keine andere Branche kenne, bei der die ganze Zeit Tonnen von Süßigkeiten bereitgestellt werden, aber ein Tag Set Tourist spielen reicht dann auch erstmal wieder. Morgen entscheide ich dann lieber selber wieder, wann und wo es bei mir Aaaaaand Action! heißt. Eins steht dabei jetzt schon fest: nicht vor neun Uhr morgens ;-)!

Viele Grüße aus NOLA von Jessica Mazur

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© Bild: Jessica Mazur