Hollywood Blog by Jessica Mazur

Blog on tour: Britney wieder Klatschthema Nummer 1

Blog on tour: Britney wieder Klatschthema Nummer 1
Blog on tour: Britney wieder Klatschthema Nummer 1

von Jessica Mazur

Dass Brad Pitt und Angelina Jolie sich derzeit mal wieder in New Orleans aufhalten, hat sich in der Stadt am Mississippi, in der ich mich seit letzter Woche befinde, inzwischen rumgesprochen. Das Gossip-Gesprächsthema des Tages war aber dennoch eine andere prominente Mitbürgerin von Louisiana: Britney Spears. Der Grund dafür war die Dokumentation 'Britney Spears: For the Record', die am Montagabend um 22.00 Uhr im amerikanischen Fernsehen Premiere feierte. Da die Leute hier in Louisiana und speziell natürlich in Britneys Hometown Kentwood, das rund 90 Meilen von New Orleans entfernt liegt, Spears immer noch als "eine von uns" sehen, waren die Erwartungen an die Doku, die im Vorfeld versprach, den Zuschauern Britney Spears "neu vorzustellen", hoch und der einstündige Film in vielen Wohnzimmern ein Pflichtprogramm.

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Die Reaktionen auf den Dokumentarfilm, der am Tag der MTV Video Music Awards am 7. September 2008 beginnt, Britney über einen Zeitraum von 60 Tagen begleitet und angeblich keine Frage offen lässt, fallen allerdings sehr unterschiedlich aus. Ihre Fans sind sich einig, dass sie ihr Idol jetzt noch besser verstehen - eine Anruferin, die heute bei einer Radiostation hier in Louisiana zu Wort kam, erklärte z.B., dass sie weinen musste, weil sie sich ihrem Idol so nahe fühlte. In zahlreichen Onlineforen, wie dem von PerezHilton.com, schreiben Fans "I loved, loved, loved it". Der Ton in der amerikanischen Presse ist allerdings ein etwas anderer, denn da lautet das Urteil eher "Wie? Das war alles?". So schreibt MSNBC beispielsweise, dass die Fülle der unbeantworteten Fragen auch nach den 60 Minuten im Leben von Britney Spears noch immer immens ist, und die LA Times schreibt, dass die Doku nur eine Sache klargemacht hat, nämlich "dass die arme kleine Britney selbst nur ein Affe in ihrem eigenen Zirkus ist".

Fest steht: alle die, die sich von "For the Record"-Antworten auf Fragen erhoffen, wie "Was hat sie dazu veranlasst, sich mit einem ihrer Söhne im Badezimmer zu verschanzen?", eine Aktion, die dazu führte, dass sie in die psychiatrische Abteilung eingewiesen werden musste, oder "Wie steht sie dazu, dass ihr Vater heute ihr Vormund ist und sie das Sorgerecht für beide Söhne verloren hat?", der wird enttäuscht, denn diese Fragen beantwortet Britney Spears nicht. Oder genauer gesagt: sie werden ihr gar nicht erst gestellt. Auch ihre Antwort auf die Frage, warum sie sich die Haare abrasierte, Britney dazu: "Alle möglichen Leute rasieren sich die Haare ab.", ist wohl eher unbefriedigend, und zu ihrem wirren Verhalten, sagt sie nur "Was zur Hölle habe ich mir nur dabei gedacht?". Ja, willkommen im Club! Genau das wüssten wir auch gerne, eine Antwort gibt es aber leider nicht.

Was wir erfahren ist, dass Britney gelangweilt und einsam ist, dass sie Angst hat, anderen zu vertrauen und der Ansicht ist, dass in ihrem Leben, jeder Tag gleich ist: ohne Aufregung und leidenschaftslos. Sie sagt, ihr größter Wunsch sei es, mit einem Mann und ihren Kindern auf einer einsamen Insel zu leben, wo niemand an sie heran kommt. Doch stattdessen bringt sie am 2. Dezember ihr neues Album auf den Markt, das ihr großes Comeback endgültig besiegeln soll und der ganz normale Wahnsinn, inkl. Promo-Auftritten und Tour, geht von vorne los. Ob dass das Richtige für Britney ist? Ich wage es zu bezweifeln. Nach 60 Minuten "For the Record" hatte ich zumindest nur einen Eindruck: das Mädchen sollte einmal eine lange, lange Pause machen...

Viele Grüße aus NOLA von Jessica Mazur

 

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© Bild: Jessica Mazur