Bill Cosby: Barack Obama spricht von Vergewaltigung

Sex-Skandal um Bill Cosby: US-Präsident Barack Obama schaltet sich ein
Bill Cosby: Barack Obama spricht von "Vergewaltigung" © imago stock&people

Barack Obama äußert sich zu Bill Cosby

Der Sex-Skandal um Schauspieler Bill Cosby zieht immer weitere Kreise. Jetzt hat sich sogar US-Präsident Barack Obama eingeschaltet und ihm indirekt Vergewaltigung vorgeworfen.

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Nur noch wenige Menschen, wie seine Ehefrau Camille, halten noch zu Bill Cosby. Der 78-Jährige, der in den 80er-Jahren als Dr. Huxtable weltbekannt und geliebt wurde, erhielt im Jahr 2002 von Obamas Vorgänger George Bush die höchste Auszeichnung der Vereinigten Staaten: die Medal of Freedom. Auf die Frage, ob Barack Obama ihm diese Ehrung wegen der Missbrauchsvorwürfe aberkennen werde, sagte er, dass es für solch einen Fall keine Richtlinien gebe.

Bill Cosby gerät in die Defensive
Mehr als zwei Dutzend Frauen beschuldigen Bill Cosby. © Getty Images, Ethan Miller

Auch wenn sich der Präsident zu dem Fall nicht direkt äußern wollte, fand er dennoch deutliche Worte: "Wenn man einer Frau oder einem Mann eine Droge gibt und dann mit diesem Menschen ohne dessen Einverständnis Sex hat, ist das Vergewaltigung. Kein zivilisiertes Land sollte Vergewaltigungen tolerieren.”

Die Justiz wird es wohl auch nicht. Denn inzwischen werfen mehr als zwei Dutzend Frauen Cosby sexuellen Missbrauch oder Vergewaltigung vor. Cosby selbst hatte bereits vor Jahren ausgesagt, Frauen ein Beruhigungsmittel gegeben zu haben, um dann mit ihnen Sex zu haben. Die Auszeichnung des Präsidenten wird er wohl behalten, doch die Unterstützung vieler Freunde und Fans nicht.

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