Beyoncés Ex-Vocal-Coach David Brewer macht ihren Eltern schwere Vorwürfe

David Brewer mit den Mädchen von Destiny's Child aus der Ursprungsbesetzung: LaTavia Roberson, LeToya Luckett, Beyoncé Knowles und Kelly Rowland
David Brewer mit der Ursprungsbesetzung von Destiny's Child: LaTavia Roberson, LeToya Luckett, Beyoncé Knowles und Kelly Rowland.

"Für Beyoncés Ruhm gingen ihre Eltern über Leichen“ - ihr ehemaliger Vocal-Coach David Brewer packt aus

Drogen, Sex, Habgier, Größenwahn und Mobbing – die Liste mit Vorwürfen, die Beyoncés ehemaliger Gesangslehrer David Lee Brewer den Eltern von Beyoncé Knowles macht, ist lang und äußerst pikant. Nun hat er in einem exklusiven Interview mit VIP.de-Redakteurin Mira Klose über das Leben mit seiner Schülerin Beyoncé gesprochen und gibt seine sehr persönliche Sicht der Dinge zum Besten.


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Intrigen gegen die 'Destiny's Child'-Mädchen: Harte Anschuldigungen gegen Beyoncés Eltern

Beyoncé zu Beginn ihrer Karriere - Foto: privat
Beyoncé in jungen Jahren zu Beginn ihrer Karriere - Foto: privat

Wann haben Sie Beyoncé kennengelernt?

Das war 1989. Mein erster Eindruck war: Oh mein Gott, ich habe ein Wunderkind vor mir. Und dann sagte dieses kleine Mädchen, sie will der größte Star der Welt werden. Ich hatte Tränen in den Augen.

Sie sollen sogar mit auf dem Grundstück der Familie Knowles gelebt haben. Wie kam es dazu und wie war das Zusammenleben?

Das war anstrengend, sie hatten viele Probleme – was ich bis dahin nicht wusste. Finanzielle Probleme und in der Ehe. Mathew und Tina (Anm. der Red.: die Eltern von Beyoncé) sind regelmäßig ausgerastet, haben sich angeschrien, gegen Wände geschlagen. Das war richtig krass. Ich habe das mehr als zehn Jahre mitgemacht. Dazu war Mathew sexsüchtig und kokainabhängig.

Haben Sie jemals gesehen, wie er Drogen konsumiert?

Ja, das habe ich gesehen und wir haben auch darüber gesprochen. Er hat mehrere Therapien gemacht, aber ich weiß nicht, ob die geholfen haben. Als ich Mathew 2015 das letzte Mal gesehen habe, sah er nicht gut aus. Aber er war nicht der wahre Teufel in der Familie, das war Beyoncés Mutter. 

Aus welchem Grund?

Sie hat alles kontrolliert, alles. Aber sie hat das versteckt. Sie kommt immer so rüber wie eine nette Dame, aber sie war nur so lange nett wie man das tat, was sie wollte. Das große Geheimnis - darum geht es auch im Buch: Sie hat Kelly Rowland kaputt gemacht. Kelly durfte nicht besser sein als ihre Tochter, niemand durfte besser sein als Beyoncé.

Hat sie das wortwörtlich so gesagt?

Ja. Sie hat das sehr oft gesagt. Sie hat intrigiert und alle kontrolliert: Ihre Töchter, die Band und auch mich. 

Mit skrupellosen Methoden soll die Konkurrenz ausgeschaltet worden sein

Autogramm von Beyoncé für David Brewer.
Beyoncé schrieb ihrem Vocal-Coach: 'Nur du weißt, wie viel du mir beigebracht hast und ich liebe dich dafür‘. © privat

In ihrem Buch 'Beyoncé: Raising Genius' werfen Sie den Eltern vor, für den Ruhm ihrer Tochter vor über Leichen zu gehen. Was genau meinen Sie damit?

Ich war es, der Beyoncé abgeholt hat von der Schule. Ich war es, der das Essen gemacht hat und ich habe sie abends ins Bett gebracht. Sie ist wie die Tochter, die ich nie hatte. Ich habe Beyoncé erzogen, Mathew war wegen seiner Drogen- und Sex-Sucht nie zu Hause. Die Mutter hat 14 Stunden täglich in ihrem Friseur-Salon gearbeitet. Erst nach ein paar Jahren ist mir klar geworden, dass ich deshalb auf dem Grundstück wohnen sollte. Es gab nur einen Weg für die Eltern, um berühmt zu werden: Die Tochter musste ein Superstar werden. 

Wie haben sich die Eltern von Beyoncé gegenüber den Mädels von 'Destiny’s Child' verhalten, schließlich war Mathew auch Manager der Girl Group?

Mathew hat die Sängerinnen runtergemacht. Niemand war körperlich in Gefahr, es war viel schlimmer. Das mentale Mobbing hat das Leben der jungen Frauen kaputt gemacht.

Sie sagen, die Eltern von Beyoncé hätten sich auch finanziell am Erfolg der Girl Group bedient?

Mathew Knowles hat der Gruppe Geld gestohlen. Er brauchte das Geld, um seine Drogensucht zu finanzieren. 

Es gibt wenig Beweise für ihre gemeinsame Zeit mit der Pop-Ikone. Ein Bild mit der Gruppe 'Destiny’s Child' und zwei Autogrammkarten. Das ist schon seltsam. Wir erklären Sie das?

Mathew hat das nicht zugelassen. Beyoncé hat mir ein Autogramm gegeben, auf dem sie schreibt: 'Nur du weißt, wie viel du mir beigebracht hast und ich liebe dich dafür‘. Da war sie 19 Jahre alt. Und dann wurde ich von heute auf morgen aus dem Leben der Mädels rausgeschmissen. Für ihren eigenen Ruhm haben die Eltern mich gekillt. 

David Lee Brewer veröffentlich Buch 'Beyoncé: Raising Genius'.
In seinem Buch erzählt der Opern- und Konzertsänger David Brewer von dem hohen Preis, den die junge Beyoncé zahlen musste, um ein Superstar zu werden. © David Lee Brewer

Wann hatten Sie das letzte Mal Kontakt zu Ihrer berühmten Schülerin?

Muttertag 2007 haben wir uns das letzte Mal gesehen, da habe ich sie Backstage getroffen. Ich gehe heute zu ihren Konzerten und warte draußen – wie die anderen Fans auch. Ich wollte ihr erzählen, was wirklich geschehen ist, aber dann ist ihre Mutter dazwischen gegangen.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, ein Buch über ihre berühmte Schülerin zu schreiben?

Ich habe das Buch geschrieben, um Anerkennung zu bekommen. Beyoncé ist der größte Star der Welt, und bisher war ich offiziell kein Teil der Geschichte. Ich wurde einfach rausgeschrieben. Ich habe alle Biografien über sie in meinem Regal stehen, und in keiner wird über mich gesprochen.

Danke fürs Gespräch. 

Das Buch 'Beyoncé: Raising Genius' erscheint am 31. Oktober 2016.

Gesangsstunde gewinnen: Für Leser, die an einem Gesangscoaching mit David Brewer interessiert sind - auf der Seite Spinnup.com gibt es aktuell ein Vocal-Coaching mit Beyoncés ehemaligem Lehrer zu gewinnen. 

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