Bettina Reitz: Das sind ihre Ziele als HFF-Präsidentin

Bettina Reitz: Das sind ihre Ziele als HFF-Präsidentin
Beim BR hat sie viel bewegt: Fernsehdirektorin Bettina Reitz - hier im Gespräch beim BR-Telepool Empfang auf dem Münchner Filmfest © BR/Yves Krier

Medienmanagerin Bettina Reitz (*1962) wird die neue Präsidentin der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), zumindest wenn es nach der Kunsthochschule geht. Formal fehlt allerdings noch ein Schritt. Welcher das ist, wie schwer ihr der Wechsel fällt und was ihre Ziele als künftige Präsidentin sind, hat die charismatische, noch amtierende Fernsehdirektion des Bayerischen Rundfunks spot on news am Rande des BR-Telepool Empfangs auf dem Münchner Filmfest in einem spontanen Kurzinterview erklärt.

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Kurz nachgefragt

Frau Reitz, wie schwer ist Ihnen die Entscheidung für diesen Wechsel gefallen?

Bettina Reitz: Das Angebot, eine so renommierte Filmhochschule wie die HFF in München zu leiten, bekommt man vielleicht nur einmal im Leben. Als ich es erhalten habe, bin ich zusammen mit meiner Familie in eine Art innere Klausur gegangen. Als große Spiel- und Dokumentarfilm-Liebhaberin habe ich mich dann für diese Aufgabe entschieden, die mir im Grunde "auf den Leib geschrieben" ist.


Wie lange dauerte der innere Entscheidungsprozess?

Reitz: Der war eher kurz, weil ich relativ schnell sagen musste, ob ich zur Verfügung stehen würde oder nicht.


Wie geht es jetzt formal weiter?

Reitz: Ich bin vom Hochschulrat - und wie es heißt mit einem guten Ergebnis - gewählt worden, was wichtig ist, um gestalten und gut mit allen zusammen arbeiten zu können. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, muss mich jetzt noch formal bestellen.


Welche Ziele haben Sie sich als künftige Präsidentin der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen vorgenommen?

Reitz: Die Filmhochschule hat die wichtige Aufgabe, die Filmschaffenden so auszubilden, dass sie auch in einem sich intensiv wandelnden Markt in Zukunft ihre beruflichen Wege finden. Es geht um den Spagat zwischen Kino als Kultur- und Wirtschaftsgut. Die Formen reichen von Spielfilmen, relevanten Fernsehfilmen, internationalen Serien, Dokumentarfilmen bis hin zu neuen transmedialen Angeboten. Schon heute hat die HFF einen guten Ruf; der muss sich aber weiterentwickeln und in die Welt getragen werden. Die Absolventen dieser Hochschule sollen auch international als äußerst interessant eingestuft werden.


Ferner gilt es durch die Hochschule den Standort zu stärken, auch für den internationalen Markt. Es soll sich weiterhin und verstärkt lohnen, nach München und Bayern zu schauen. Zudem wäre es mein Wunsch, hier in München einen Ort zu schaffen, den die Absolventen nach dem Studium nicht sofort wieder verlassen. Der Kreativstandort München sollte das ganze Jahr über blühen und leuchten. Das ist ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Trotzdem bin ich zuversichtlich, weil München eine wunderbare Stadt ist und hier sehr viele kreative Menschen leben.


Haben Sie sich auch etwas Spezielles für die Frauenförderung vorgenommen?

Reitz: Mehr als selbst das Präsidentenamt zu übernehmen, ist in einem ersten Schritt schon mal kaum möglich. In einem zweiten Schritt werden wir viele interessante Frauen als Dozentinnen an die Hochschule einladen. Vor allem aber werden wir im Kollegium gemeinsam die Themen der Frauenförderung und Gleichstellung diskutieren und Programme entwickeln.


Was werden Sie am BR vermissen?

Reitz: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen ich jetzt doch eine lange Wegstrecke gemeinsam zurückgelegt habe. Man kennt sich, man schätzt sich. Das ist ein starkes Band.



spot on news

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