'Better Call Saul': Spin-off-Serie zu 'Breaking Bad' feiert erfolgreiches Serien-Debüt

Vince Gilligan, bob Odenkirk und Aaron Paul bei der Premiere von 'Better Caul Saul'
Vince Gilligan, Bob Odenkirk und Aaron Paul bei der Premiere von 'Better Caul Saul' © picture alliance / AP Images, John Shearer

'Better Call Saul': Staffel-Auftakt mit Zuschauerrekord

Für viele bedeutete die Ausstrahlung der letzten Folge von 'Breaking Bad' 2013 das Ende einer Serien-Ära. Trotz des hohen Erfolgsdrucks starteten die Serienmacher das Spin-off 'Better Call Saul' und legten mit der Vorgeschichte des 'Breaking Bad'-Anwalts Saul Goodman gleich einen Rekordstart hin.

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In den USA verfolgten laut 'Huffingtonpost' 6,9 Millionen Zuschauer den Staffel-Auftakt und davon allein 4,4 Millionen Zuschauer der 14- bis 49-Jährigen. Das bescherte nicht nur Rekordeinschaltquoten, sondern bedeutete auch das erfolgreichste Serien-Debüt in der Geschichten des amerikanischen Kabelfernsehns.

Doch nicht nur die Zahlen, sondern auch die Reaktionen der Öffentlichkeit sprechen Bände. 'Esquire' findet das Spin-off sogar besser als seine Mutterserie: "Sie ist schlauer gemacht. Sie ist stärker." Auch 'Forbes' hält das Debüt für einen großartigen Start. Bei Kritikern scheint der Serien-Auftakt durchaus bestanden zu haben - und das, obwohl viele Fans glaubten, dass die Macher um Vince Gilligan nur vom 'Breaking Bad'-Kult profitieren wollen.

Wiedersehen mit alten Bekannten aus 'Breaking Bad'

Bob Odenkirk bei der Premiere von 'Better Call Saul'
Bob Odenkirk spielt den gerissenen Anwalt Saul Goodman © Getty Images, Kevin Winter

'Better Call Saul' erzählt die Vorgeschichte des schmierigen 'Breaking Bad'-Anwalts Saul Goodman (Bob Odenkirk) und spielt sechs Jahre vor der Geschichte um Walter White und Jesse Pinkman. Damals hört Goodman noch auf den Namen Jimmy McGill und versuchte sich als erfolgloser Anwalt durchzuschlagen. Das Essen ist knapp, die Gagen für seine Pflichtverteidigungen von dummen Kleinkrimineller gering und sein uraltes Auto ist nicht mehr als eine Schrottkiste. Auf der Suche nach (finanziellem) Erfolg geraten die Dinge aufgrund eines harmlosen, aber illegalen Schachzuges von Saul außer Kontrolle und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Man trifft sogar auf altbekannte Gesichter: Mike Ehrmantraut (Jonathan Banks), der Auftragskiller und Vertraute von 'Breaking Bad'-Drogenboss Gus Fring, taucht als noch unbekannter Parkplatzwächter bereits in der ersten Folge auf. Außerdem treffen die Zuschauer auf den mexikanischen Gangster Tuco Salamanca (Raymond Cruz) und seine Gehilfen Gonzo und No-Doze.

Auch für alle, die sehnsüchtig auf eine Rückkehr von Walter und Jesse hoffen, könnte das Warten vielleicht irgendwann ein Ende haben. Gegenüber der 'Faz' gab Produzent Vince Gilligan seine Wunsch-Gastrolllen bekannt: „Walt und Jesse, das wäre schon cool.“ Doch zumindest in der ersten Staffel soll es noch kein Wiedersehen geben.

Die Serie schafft die schmale Gratwanderung zwischen einer individuellen und unabhängigen Geschichte und dem großen Erbe seiner Mutterserie 'Breaking Bad'. Nicht nur Sequenzen und Kamera-Einstellungen, sondern auch der tief schwarze Humor werden den Fans bekannt vorkommen. Schnell fühlt man sich in die alten Zeiten des Walter White zurückversetzt und daran ist die typische Atmosphäre Albuquerques nicht ganz unschuldig.

Der einstige Nebendarsteller Saul Goodman avanciert schnell zur tragenden Hauptrolle und damit scheint sich 'Better Call Saul' gekonnt vom schweren 'Breaking Bad‘-Erbe zu lösen.

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