Benedict Cumberbatch: Genie-Rollen sind verstörend

Benedict Cumberbatch
Benedict Cumberbatch © Cover Media

Benedict Cumberbatch (38) wühlen seine Genie-Rollen oft auf.

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Sie tun aber auch gut

Der Darsteller ('Sherlock Holmes') wird ab Januar 2015 in dem historischen Drama 'The Imitation Game' zu sehen sein. Darin geht es um den Mathematiker Alan Turing, der während des Zweiten Weltkriegs Nazi-Codes knackte. Doch der Brite erklärte, dass wenn er den Zuschlag bekomme, Genies auf der Leinwand zu verkörpern, er sich manchmal selbst in Frage stelle. "[Für geniale Rollen gecastet zu werden ist,] auf einer Seite sehr schmeichelhaft und auf der anderen sehr verstörend, weil meine Intelligenz weit entfernt von manchen der Charaktere, die ich gebeten werde zu spielen, liegt", sagte er laut 'The Hollywood Reporter' während einer Pressekonferenz beim Toronto International Film Festival.

Die komplexe Thematik und viele der mathematischen Gleichstellungen zu verstehen, sei eine besondere Herausforderung gewesen. "Man stößt als dummer Schauspieler, der versucht, Algebra zu verstehen, schnell an seine Grenzen", betonte er lachend.

Der wahre Alan Turing verstarb 1954 im Alter von 41 Jahren an einer Zyanidvergiftung. Zwei Jahre vor seinem Tod wurde der bekennende Homosexuelle dazu verurteilt, sich Östrogen-Injektionen als Strafe für das "Verbrechen" verabreichen zu lassen, schwul zu sein. Laut Benedict sollte die Geschichte von Alan weitaus bekannter sein: "Er ist für viele Menschen eine sehr besondere Person", meinte der Hollywoodstar gegenüber der 'The Toronto Sun': "Aber wie wir wissen, heißt ein Star zu sein nicht, wichtig zu sein. Was gefeiert werden sollte, ist das, was er tatsächlich erreicht hat." Dafür möchte sich der Filmstar einsetzen: "Ich möchte, dass er weitaus bekannter wird. Weil man sich in der englischen Kultur dessen bewusst sein soll. Man sollte sich Bletchley Park [das Zuhause des Code-Knacker-Teams] bewusst sein. Aber es gibt schrecklich viel in dieser Geschichte, was für die Leute ein herber Schock sein wird", überlegt Benedict Cumberbatch.

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