Ben Affleck wollte Familiengeheimnis zensieren lassen

Ben Affleck wollte Familiengeheimnis zensieren lassen
Ben Affleck bei der Oscarverleihung 2015 © John Shearer/Invision/AP

Wenn man in seiner Familiengeschichte forscht, kommen gelegentlich unangenehme Geheimnisse ans Licht. So kann es auch Stars ergehen, die für die US-Show "Finding Your Roots" Historiker und Genetiker auf ihren Stammbaum loslassen. Die Geschichte umschreiben wollte bisher allerdings nur einer: Schauspieler Ben Affleck (42) wollte die Tatsache zensieren lassen, dass einer seiner Vorfahren Sklaven besaß.

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Vorfahre besaß Sklaven

 

"Er ist ein Superstar. Was sollen wir tun?"

 

Das geht aus einem geleakten E-Mail-Austausch (Juli 2014) zwischen dem Moderator der Show, Professor Henry Louis Gates jr., und dem US-Chef von Sony, Michael Lynton, hervor. Gates bittet Lynton darin um seinen Rat: "Zum erstem mal hat einer unserer Gäste darum gebeten, etwas über einen seiner Vorfahren auszulassen - die Tatsache, dass er Sklaven besaß." Das sei noch nie vorgekommen, allein in der aktuellen Staffel würden vier oder fünf Gäste von Sklavenhaltern abstammen. Doch: "Er ist ein Superstar. Was sollen wir tun?"

Lynton sieht das zunächst pragmatisch. Er will wissen, ob schon viele Leute darüber Bescheid wüssten. Wenn man die Tatsache aus der Show nehmen könne, ohne dass es jemand mitbekäme, würde er dazu raten. Wenn der prominente Zensurwunsch allerdings öffentlich bekannt würde, sei das "schwierig". Gates zufolge gebe es bereits einige Mitwisser, auch der Sender PBS wäre im Bilde: "Tatsächlich wäre das eine Verletzung der PBS-Regeln, auch für Batman", erklärt der Forscher und lässt damit nebenbei die Katze aus dem Sack, um wen es geht.

 

Sklavenhalter-Ahn nicht in der Sendung

 

Gates und Lynton einigen sich darauf, die Integrität der Sendung nicht zu gefährden und Affleck von seinem Anliegen abzubringen. In der Show (Oktober 2014) tauchte der besagte Vorfahre dann allerdings doch nicht auf - vorgeblich, weil drei andere Ahnen für interessanter befunden wurden, wie es in einem Statement von Gates für die US-Presse heißt.

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