Hollywood Blog by Jessica Mazur

Beautyrevolte in Hollywood - Stars verweigern die 'Mani-Cam' bei den SAG Awards

Schauspielerin Julianne Moore bei den SAG Awards
Julianne Moore sagte bei den SAG-Awards ganz klar 'No' zur 'Mani Cam' (Splashnews) © Jennifer Graylock/INFphoto.com

von Jessica Mazur

Oben herum sind sie fast alle strahlend schön und auffallend faltenfrei. Doch auch bei amerikanischen Schauspielerinnen gilt: die Hände verraten für gewöhnlich das echte Alter. Ist das vielleicht der wahre Grund für die 'Mani-Cam' Revolte, die seit Sonntag in Hollywood 'tobt'.

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Die 'Mani-Cam' findet man dank des Senders 'E!Entertainment' seit 2012 bei fast jeder großen Award-Show auf dem roten Teppich. Es handelt sich dabei um einen nachgebauten Mini-Red-Carpet, auf dem die weiblichen Stars ihre Hände entlang laufen lassen sollen, um ihre Maniküre und ihren Schmuck an Fingern und Handgelenk zu präsentieren. Klingt dämlich und genauso sieht's auch aus. Bislang machten die meisten Promidamen trotzdem gute Miene zum albernen Spiel, doch damit soll jetzt Schluss sein. Warum? Weil Hollywoods A-List Damen am Sonntag bei den SAG Awards ganz klar Stellung zu dem Ding bezogen haben. Frei nach dem Motto: Mani-Cam, nein Danke! Meine Hand gehört mir.

Julianne Moore, Jennifer Aniston, Reese Witherspoon... Sie alle lehnten höflich, aber sehr bestimmt ab, als die 'E!'-Moderatorin Maria Menounos versuchte, sie in Richtung 'Mani-Cam' zu positionieren. "No, I am not doing that!", so Moore klipp und klar. Ein kleiner Schritt für Moore, aber scheinbar ein großer Schritt für Hollywoods Frauenwelt, denn dass Schauspielerinnen es gewagt haben, sich gegen die 'Mani-Cam' auszusprechen, war einen Tag nach der Verleihung allen Ernstes DAS Gossip-Thema schlechthin. Sogar Nachrichtensendungen, wie die CBS News berichteten über die "Beautyrevolte" der Stars. Natürlich lästern hier nicht wenige, dass Aniston und Co. sich in erster Linie gewehrt hätten, um ihre alternden Hände nicht im Vollzoom und HD zeigen zu müssen.

Aber egal, der Promi-Aufstand zeigt trotzdem Wirkung. Es heißt nämlich, dass so viele Schauspielerinnen dem Beispiel von Aniston und Co. folgen wollen, dass die 'Mani-Cam' bereits bei den Academy Awards in gut drei Wochen vom Teppich verschwunden sein soll. Gemeinsam übrigens mit der noch peinlicheren 'Stiletto Cam', durch die die Promidamen ihre Füße, bzw. Heels vorzeigen sollen.

Ansonsten kann Frau es natürlich auch einfach so machen wie Elisabeth Moss im letzten Jahr bei den Golden Globes. Anstatt Klunker und Maniküre, streckte Moss der Mini-Kamera nämlich einfach den Mittelfinger entgegen. Eat this, Mani-Cam...

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

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