Beatles lösen Ansturm bei Streamingdiensten aus

Beatles lösen Ansturm bei Streamingdiensten aus
Paul McCartney © Cover Media

Die Musik der Beatles war über Weihnachten in so einigen Haushalten zu hören.

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Über 50 Millionen Klicks

Jahrelang verweigerten die Beatles allen Streamingdiensten, ihre Musik anzubieten - bis zum 24. Dezember. Seitdem sind alle Songs der Fab Four auf den neun größten Streamingservices, darunter Spotify, Apple Music und Deezer, erhältlich und es scheint, als hätten die Fans tatsächlich darauf gewartet. In nur 48 Stunden wurden die Klassiker der legendären Musiker aus Liverpool über 50 Millionen Mal gestreamt. Auf der ganzen Welt war vor allem ein Song beliebt: 'Come Together' aus dem Jahr 1969 wurde ganze 1,8 Millionen Mal in den zwei Tagen angehört, in die Top 5 schafften es außerdem 'Let It Be', 'Hey Jude', 'Yesterday,' und 'Love Me Do'.

In Sachen Internet sind die Beatles echte Spätzünder, nicht mal online kaufen konnte man ihre Stücke, bis 2010 immerhin iTunes die Musik anbieten durfte. Doch warum nun der Sinneswandel beim Streaming? Medienexperte Max Mulligan erklärte der 'BBC':

"Es gibt eine einfache Erklärung, warum es solange dauerte, bis der Beatles-Katalog bei den Streaming-Diensten landete: Die Rechteinhaber wollten nichts machen, das künftige Verkäufe von Retrospektiven oder Wiederveröffentlichungen gefährdet. Es ist ein sehr lukrativer Song-Katalog. Also warteten sie, bis der Markt an Online-Streamingdiensten so wuchs, dass sie den besten Deal herausholen konnten. Für die Portale ist es eine tolle Werbung, denn sie können damit kommunizieren, dass sie 'jede Musik der gesamten Welt' haben, was für die Streaming-Dienste eine wertvolle Aussage ist."

Somit sind die Beatles nun wieder einigen anderen Künstlern einen Schritt voraus: Taylor Swift etwa verweigert Spotify ihre Musik anzubieten, Adeles aktuelles Album '25' kann man nur käuflich erwerben. 

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