'Batman'-Killer: Überlebende und Opfer-Angehörige zeigen Stärke

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James Holmes im Gerichtssaal - die Anklage lautet: Mord in 24 Fällen, versuchter Mord in 116 Fällen. © dpa, Pool

Jede Tat wird doppelt angeklagt

Sie wollten ein Zeichen setzen und ihrem Albtraum entgegentreten, sie wollten ihm zeigen, dass er keine Macht mehr über sie besitzt: Als dem Kino-Amokläufer von Colorado James Holmes vor Gericht die Anklage verlesen wurde, saßen unter den Zuschauern auch viele Überlebende und Opfer-Angehörige des so genannten 'Batman-Killers'.

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Manche der Opfer hatte der Amokläufer mit Gewehrschüssen so schwer verletzt, dass sie im Rollstuhl in den Gerichtssaal gefahren kamen. Über die Hälfte der Zuschauer im Gericht waren Opfer. Einige von ihnen trugen sogar aus Trotz und Zeichen der Stärke T-Shirts mit gedruckten 'Batman'-Logos darauf.

Bei der 'Batman'-Premiere in einem Kino in Aurora im US-Bundesstaat Colorado hatte vor eineinhalb Wochen der 24-jährige James Holmes wahllos ins Publikum geschossen. Dabei tötete er zwölf Menschen, 58 weitere wurden verletzt. Die Anklage lautet: Mord in 24 Fällen, versuchter Mord in 116 Fällen. Wegen der extremen Gleichgültigkeit und unfassbaren Bosheit, so hieß es, wurde jede Tat doppelt angeklagt.

Nachahmer in Mexiko

In Mexiko machten sich unterdessen eine Gruppe von Gangstern die Angst, die durch den Amoklauf Holmes' bei Kino-Besuchern entstanden ist, zu Nutzen. Im Norden des Landes stürmten Maskierte zwei Kinos und erbeuteten knapp 15.000 Euro. Auch sie trugen Masken aus 'Batman'-Filmen und schwarze Kleidung.

Die Täter drangen bewaffnet in die Kinos ein, in denen der Film 'The Dark Knight Rises' gezeigt wurde. In Chihuahua verletzten die Angreifer einen Kino-Manager im Gesicht, teilten Sicherheitsbehörden mit. Außerdem sei ein Büro überfallen und die Kasse eines Kinos geplündert worden. Es sei nicht ganz klar, ob die Zuschauer etwas von den Überfällen mitbekamen.

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