Bastian Pastewka: Eine erfolgreiche Karriere

Der Comedian Bastian Pastewka
Die Karriere des Comedian Bastian Pastewka © dpa, A3637 Jörg Carstensen

Ein tuntiger Moderator und ein indischer Rosenverkäufer

Bereits während seines Studiums wagte Pastewka erste Schritte in die komödiantische Branche: Er war Gründungsmitglied der ‚Comedy Crocodiles’, die von 1992 bis 1997 mit diversen Bühnenprogrammen in Theatern im Raum von Köln und Bonn gastierten.

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Im Laufe der 1990er-Jahre begann Pastewka auch fürs Fernsehen zu arbeiten, unter anderem wirkte er an den Jugendsendungen ‚U30’ und ‚Lollo Rosso’ mit. Sein deutschlandweiter Durchbruch gelang Pastewka durch die Aufnahme ins Ensemble der von SAT.1 ausgestrahlten ‚Wochenshow’. Hier entwarf er verschiedene fiktive Charaktere wie den tuntigen und in Lack und Leder auftretenden Moderator ‚Brisko Schneider‘, dem der Sender aufgrund seiner großen Beliebtheit beim Publikum im Dezember 1999 eine aus mehreren Episoden bestehende Personality-Show, die ‚Briskos Jahrhundert Show’, widmete. Im Rahmen der Reihe ‚Sex TV’ parodierte Pastewka die Inhalte verschiedener Erotikmagazine wie ‚Peep!’, interviewte verschiedene ebenfalls fiktive Gäste und begann jede neue Folge mit dem charakteristischen Intro ‚Hallo, liebe Liebenden’. Der Komiker hob überdies weitere Figuren aus der Taufe, darunter den verwirrten Philosophen ‚Ottmar Zittlau’, der stets im grünen Jogginganzug und mit Blondhaarperücke auftrat, den Rentner ‚Herbert Görgens’ sowie einen indischen Rosenverkäufer.

Im Jahr 2004 arbeitete der mittlerweile etablierte Komiker erstmalig mit dem Privatsender RTL zusammen. Hier stieg er in die zweite Staffel der erfolgreichen Sendung ‚Ohne Worte’ ein und bot, angelehnt an den britischen Künstler Rowan Atkinson, ein Potpourri pantomimischer Sketche dar, wofür er im folgenden Jahr mit dem ‚Bayerischen Fernsehpreis’ geehrt wurde. Anschließend konnte Pastewka sich in einem neuartigen TV-Format etablieren: Der Komiker bereiste zunächst Indien, Mexiko, Japan, Russland, Fidschi und Vanuatu. Dabei recherchierte er Informationen über die Kultur der einzelnen Länder und präsentierte diese nachher im Rahmen einer neuen Reisecomedy, die bei RTL ausgestrahlt wurde. Für sein ungewöhnliches Reisemagazin im komödiantischen Stil erhielt Pastewka kurz darauf eine Nominierung für den ‚Deutschen Fernsehpreis’. Die Episode ‚Pastewka in Russland’, in welcher er unter anderem ein Kosmonautenzentrum besuchte, wurde für den ‚Adolf-Grimme-Preis’ 2005 nominiert.

Im Jahre 2004 gelang Pastewka einer seiner ersten Leinwand-Erfolge – neben Oliver Kalkofe spielte er die Hauptrolle des ‚Inspektor Very Long’ in der Edgar-Wallace-Filmparodie ‚Der Wixxer’ sowie in der Fortsetzung ‚Neues vom Wixxer’, die 2007 in den deutschen Kinos anlief. Im selben Jahr übernahm der Komiker gemeinsam mit seiner Kollegin Anke Engelke die Moderation der von SAT.1 ausgestrahlten Sendung ‚Fröhliche Weihnachten! – mit Wolfgang & Anneliese’, die verschiedene andere Weihnachtssendungen parodierte. Pastewka wurde hierfür mit dem ‚Adolf-Grimme-Preis’ sowie mit dem ‚Deutschen Comedypreis’ 2008 ausgezeichnet. 2011 tourte Pastewka gemeinsam mit Kollegen wie Michael Kessler und Oliver Kalkofe mit dem Projekt ‚Gernsehclub’ durch Deutschlands Bühnenlandschaft. Hierbei gab es eine konzeptionelle Besonderheit: Die öffentliche Veranstaltungsreihe sah es vor, gemeinsam mit dem Publikum ausgewählte Film- und Serienausschnitte in entspannter Atmosphäre anzuschauen und damit den Charakter des Fernsehens als Familienevent neu aufleben zu lassen. Kurz darauf wurde die um die Weihnachtszeit angelaufene Reihe mit Pastewka und Engelke mit dem Format ‚Fröhlicher Frühling mit Wolfgang und Anneliese’, nun eine Parodie auf diverse Volksmusiksendungen, fortgesetzt. Im Jahr 2012 war Pastewka abermals als Filmschauspieler zu erleben: In der schwarzen Komödie ‚Mutter muss weg’ übernahm er die Hauptrolle und wurde dafür von der Kritik hochgelobt.

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