Badar Azim: Diener der Queen muss zurück in die Slums

Badar Azim Badar Azim muss zurück in die indischen Slums

Er gab die Geburt von Prinz George bekannt

Spätestens seit dem 22. Juli 2013 kennt sein Gesicht jeder, denn pünktlich um 20:24 Uhr waren an diesem Abend alle Kameras dieser Welt auf ihn gerichtet. Denn Badar Azim war es, der die Geburtsurkunde des britischen Prinzen George an der Staffelei auf dem Hof des Buckingham Palastes befestigte.

— ANZEIGE —

Azim war einer von 1.200 Angestellten der britischen Royals und arbeitete als Diener für die Queen. Warum ausgerechnet er die Ehre hatte, die frohe Botschaft mit der ganzen Welt zu teilen, ist nicht bekannt. Doch das große Glück des 25-Jährigen währte nicht lange, denn jetzt musste Badar Azim Großbritannien wieder verlassen und in seine Heimat Indien zurückkehren. Er kommt aus einem Slum in der Millionenstadt Kalkutta, wo er mit seiner Familie in einer runtergekommenen Baracke auf engstem Raum wohnte.

Hier haust Badar Azim mit seiner Familie Hier haust Badar Azim mit seiner Familie auf engstem Raum

In den letzten Jahren schien das Glück für Badar Azim jedoch perfekt: Nach der Schule bekam er ein Stipendium und studierte 'Hospitality Management' an der Napir Universität in Edinburgh, Schottland. Nach dem Abschluss ging sein großer Traum in Erfüllung. Er bewarb sich für eine Anstellung im Buckingham Palast und bekam den Job. Eineinhalb Jahre arbeitete Badar als Diener für die Queen, doch jetzt platzte sein großer Traum wie eine Seifenblase. Das temporäre Arbeitsvisum des Inders ist abgelaufen. "Er wollte sehr gerne bleiben, aber sein Visum wurde nicht verlängert und er musste gehen", sagte eine Quelle aus dem Palast der britischen Zeitung 'Daily Mail'.

Badar Azim hat zwar eine Verlängerung des Visums beantragt, doch trotzdem musste er das Land inzwischen verlassen. Es ist nicht bekannt, ob die Verlängerung genehmigt wird. Seine Kollegen aus dem Buckingham Palast sollen sich für Badar bei der Queen und Prinz William eingesetzt haben, doch von beiden habe es bisher keine Reaktion gegeben. Jetzt lebt der 25-Jährige wieder bei seiner neunköpfigen Familie - auf engstem Raum in einer kleinen Hütte in den indischen Slums.

Bilderquelle: dpa

Bildquelle: dpa bildfunk
— ANZEIGE —