Bad Neighbors: Zac Efron bringt Seth Rogen auf die Palme

Zac Efron als Teddy in 'Bad Neighbors'
Partytier Teddy (Zac Efron) treibt seine Nachbarn in 'Bad Neighbors' zur Weißglut. © dpa, Universal Pictures

4 von 5 Punkten

Zac Efron wurde in diesem Jahr bei den MTV Movie Awards völlig zu Recht für die 'Best Shirtless Performance' mit einem Preis gekrönt. Nachdem er die Zuschauer zuletzt in 'Für immer Single' mit seinem nackten Oberkörper beglückt hat, setzt der heiße Jungschauspieler in seiner neuen Komödie 'Bad Neighbors' seinen Streifzug mit nacktem Oberkörper fort. Doch auch wenn so manche Frau bei seinem Anblick schmachtend im Kinosessel sitzen dürfte – der Film, in dem sich der ehemalige 'High School Musical'-Star mit seinen Nachbarn aufs Übelste bekämpft, ist auch (aus anderen Gründen) durchaus sehenswert.

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Von Alexandra Mölgen

In 'Bad Neighbors' entfacht, wie der Filmtitel schon treffend erahnen lässt, ein Streit zwischen Nachbarn, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mac Radner (Seth Rogen, 'Beim ersten Mal') und seine Frau Kelly (Rose Byrne, 'Brautalarm') haben die wilden und zwanglosen Zwanziger hinter sich gelassen und sind gerade dabei, sich in einem neuen Lebensabschnitt einzufinden. Dieser beinhaltet ein Baby und ein Eigenheim in einer friedlichen Vorstadt. Die neugewonnene Familienidylle findet allerdings ein jähes Ende, als nebenan eine Horde laustarker Studenten einzieht. Der Anführer der partywütigen Truppe ist der gutaussehende Teddy (Zac Efron, 'The Lucky One'). Wie sollte es auch anders sein: Der charmante Sunnyboy hat die Menschen in seiner Umgebung schnell um den Finger gewickelt. Um nicht als Spießer abgestempelt zu werden und um sich selbst zu beweisen, dass sie noch immer hip und junggeblieben sind, drückt das Paar zunächst ein Auge zu.

Doch obwohl die beiden Generationen keine zehn Jahre trennen, haben sie völlig unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, die sich in der Gestaltung ihres Alltags wiederspiegeln und schnell zu einem Kleinkrieg zwischen den Parteien führen. Teddy macht die Nacht zum Tag und schmeißt mit seinen Verbindungs-Brüdern eine lautstarke Party nach der anderen, wodurch das Duo nebenan bald nicht nur wegen Baby Stella schlaflose Nächte hat. Als die zwei Teddy und seiner Chaos-Clique sogar die Polizei auf den Hals hetzten und den Keller von ihrem Verbindungshaus unter Wasser setzen, eskaliert die Situation. Die beiden Parteien bekämpfen sich fortan mit fiesen Streichen - die Schlacht ist eröffnet! Wer liegt schneller am Boden und zieht aus der Nachbarschaft weg?

Zac Efron, Seth Rogen und Rose Byrne in 'Bad Neighbors'.
Zwischen Teddy (Zac Efron) und dem Ehepaar Mac (Seth Rogen) und Kelly (Rose Byrne) herrscht Nachbarschaftsstreit.

Ob zu laute Musik, herumliegender Müll oder fiese Gerüche – wer hat sich nicht schon mal über seine Nachbarn geärgert? Die Zuschauer können sich mit der Problematik in 'Bad Neighbors' identifizieren, auch wenn die hinterlistigen und – zugegebenen oftmals – sehr bizarren Streiche der verfeindeten Häuser nicht jeder im realen Leben in die Tat umsetzen würde. Die Art und Weise, wie Regisseur Nicholas Stoller ('Männertrip', 'Fast verheiratet') das Duell zwischen dem Ehepaar und der Studentenverbindung inszeniert, ist dennoch zum Brüllen komisch. Weil Mac und Kelly ihrem 'Gegner' Teddy in Sachen Gemeinheiten in Nichts nachstehen, und die Studenten neben ihrer Berufung als Party-Animals auch liebenswerte Jungs sind, entwickelt der Zuschauer für beide Parteien Sympathien.

Seth Rogen ist eigentlich eher durch Rollen bekannt, die der von Gegenspieler Zac Efron ähneln. Umso spannender ist es, den kanadischen Komiker mal in der Rolle eines Familienvaters zu sehen, der das Erwachsensein an der Seite von Ehefrau und Baby anstrebt. Der Versuch ist geglückt, zumal sich seine Filmrolle auch in einer Phase des Wandels befindet. Auch Mädchenschwarm Zac Efron steht das Comedy-Genre sehr gut. Er kann sich an der Seite von Rogen, der schon als 13-Jähriger Erfahrungen auf der Stand-up-Comedy-Bühne sammeln konnte, durchaus beweisen. Von seinem äußeren Erscheinungsbild, der nichts mehr mit dem Milchbubi aus 'High School Musical' gemein hat, muss man gar nicht erst anfangen. Die James-Dean-Attitüde steht dem 26-Jährigen einfach gut. Sympathiepunkte on top gibt es, weil sich Efron für sein Posing und den unzähligen Oben-ohne-Szenen im Film selbst auf die Schippe nimmt.

Wer auf derbe Witze steht, die ab und zu mal unter die Gürtellinie gehen, ist bei 'Bad Neighbors' gut aufgehoben – die Lachmuskeln werden sich freuen! Der Film schafft es, das Niveau des Trailers zu halten und in 97 Minuten mit bissigen Gags und talentierten und charismatischen Darstellern zu punkten. Auch ernsthafte Töne, wie die Angst vorm Älterwerden, werden in der Komödie – wenn auch nur leicht - angeschlagen. Kleiner Tipp: Abspann abwarten!

Kinostart: 08.05.2014

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