Axel Milberg macht sich stark

Axel Milberg macht sich stark
Axel Milberg © Cover Media

Axel Milberg (59) und viele seiner Kollegen erwarten heute das Urteil im Prozess gegen Oleg Senzow (39).

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Für inhaftierten Regisseur

Der ukrainische Regisseur ('Gamer') wurde im Mai 2014 auf der Krim festgenommen und sitzt seitdem in Moskau im Gefängnis - ihm wird vorgeworfen, terroristische Anschläge auf der Halbinsel geplant zu haben und laut dem 'Guardian' drohen ihm bis zu 23 Jahre Haft in einem Straflager. Der Prozess ist umstritten, viele Beobachter kritisieren ihn als politisch motiviert.

Unterstützung erhält Senzow von seinen deutschen Kollegen: Stars wie Axel Milberg, Veronica Ferres, Michael Bully Herbig, Iris Berben, Daniel Brühl, Rosa von Praunheim, Jessica Schwarz, Fatih Akin, Bruno Ganz und Eva Mattes unterzeichneten eine "Initiative für die Freilassung von Oleg Senzow", die einen Aufruf der European Film Academy unterstützt, der unter anderem an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet ist. Auf 'deutsche-filmakademie.de' ist das ursprüngliche Schreiben zu lesen, darin heißt es unter anderem:

"Von dem Moment an, in dem wir erfahren haben, dass Oleg Senzow am 11. Mai 2014 von der Federal Security Service of the Russian Federation (FSB) in einem Haus in Simferopol verhaftet wurde, sind wir tief beunruhigt. […] Wir sind schockiert darüber, dass der Vorwurf gegen Oleg Senzow, er habe 'Verbrechen terroristischer Natur' begangen, immer noch aufrecht erhalten wird - vor allem, nachdem wir den Prozess verfolgt haben und erleben mussten, wie der Hauptzeuge der Anklage seine Aussage zurückzog, weil sie unter 'Nötigung' gemacht wurde."

Die Verfasser des Schreibens fordern, dass alle Anklagepunkte gegen den Filmemacher fallengelassen werden und er wieder als freier Mann leben und Kunst schaffen kann. Heute [25. August] wird das bange Warten ein Ende haben, im Laufe des Tages soll ein Urteil in Russland gefällt werden.

Senzow weist die Vorwürfe gegen sich zurück: Er sei als pro-ukrainischer Aktivist auf der Krim gewesen und habe bei der Versorgung der ukrainischen Armee mit Lebensmitteln geholfen. Terroranschläge habe er nie geplant. 'DW.com' zitierte Tetjana Masur, Leiterin der Kiewer Vertretung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die in Senzow einen politischen Gefangenen sieht: "Senzow scheint für seine aktive zivilgesellschaftliche Haltung einen hohen Preis zu zahlen."

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