Aura Dione blamiert sich vor Prinzessin Mary

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Exklusives Interview mit Aura Dione

Nach ihrem letzten Nummer-eins-Hit 'Geronimo' veröffentlicht die dänische Pop-Sängerin Aura Dione ihre zweite Single-Auskopplung aus dem Album 'Before the Dinosaurs'. In dem Song 'Friends' bedankt sich die 27-Jährige für die Liebe und Unterstützung ihrer Freunde. Wir haben die Sängerin zum Interview getroffen und merken schnell: Aura Dione ist gerne der Boss und will alles unter Kontrolle haben. Doch auch sie bleibt von peinlichen Fehltritten nicht verschont. Bei einem Treffen mit Prinzessin Mary hat sich die Sängerin sogar buchstäblich zum Clown gemacht ...

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Von Mariana Jang

Deine neue Single 'Friends' ist eine Art Hommage an die Freundschaft. Gab es da ein bestimmtes Ereignis, das dich dazu inspiriert hat, diesen Song zu schreiben?

Aura Dione: Ich habe schon so viele Songs über Trennungen und Liebeskummer geschrieben und ich finde es unglaublich, dass es so wenige Lieder über die Menschen gibt, die uns immer unterstützen und uns helfen, wenn wir verzweifeln oder Liebeskummer haben. Ich wollte meinen Freunden einfach Danke sagen, vor allem, weil ich so viel reise und kaum zu Hause bin. Ich will sie wissen lassen, dass sie die wertvollsten Menschen in meinem Leben sind.

Was ist die wichtigste Eigenschaft, die ein echter Freund für dich haben sollte?

Aura Dione: Ehrlichkeit und Güte sind das Wichtigste. Die meisten Leute sind normalerweise viel netter zu ihren Freunden als zu sich selbst. Wir sollten immer versuchen uns gegenseitig zu unterstützen und aufzumuntern. Meine Freunde und ich haben ein sehr offenes und unkompliziertes Verhältnis zueinander.

In deinem neuen Lied geht es darum, wie Freunde dir nach einer Trennung Trost schenken. Wie gehst du mit Liebeskummer um?

Aura Dione: Ich bin da sehr geradlinig. Wenn eine Beziehung für mich nicht funktioniert, gehe ich und schaue nicht mehr zurück. Da bin ich sehr bestimmt. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die es sich hin und her überlegen und nachts noch ein Dutzend Nachrichten schreiben. Der beste Weg ist es, sich in Würde zu trennen und vielleicht Freunde zu werden. So gehe ich normalerweise mit Trennungen um. Klar bin ich dann traurig und innerlich zerrissen, aber dafür habe ich ja meine Freunde.

Wie schwer ist es für dich deine Beziehung aufrechtzuerhalten, wenn du ständig so viel unterwegs bist?

Aura Dione: Ich hatte schon immer Fernbeziehungen, alles andere lässt mein Job nicht zu.

Nimmst du deinen Freund mit auf Tour?

Aura Dione: Ja, ich versuche ihn entweder mitzunehmen oder irgendwo zu treffen. So mache ich das auch mit meinen Freunden und meiner Familie. Sonst fühle ich mich schnell sehr einsam.

Ist es im Vergleich zu früher schwieriger Freundschaften aufrechtzuerhalten?

Aura Dione: Es ist definitiv nicht mehr so einfach, weil ich mich sehr auf meine Musik konzentriere und immer viel unterwegs bin. Heute habe ich auf der ganzen Welt Freunde und dafür bin ich sehr dankbar. So kann ich meine Freunde sehen und gleichzeitig reisen. Aber meine besten Freunde sind in Kopenhagen. Sie kennen mich am längsten.

Im Zeitalter von Facebook gibt es ja fast schon eine neue Definition von Freundschaft. Man hat locker hunderte oder tausende von "Freunden". Du selbst hast ja auch einen Facebook- und Twitter-Account. Wie wichtig sind soziale Netzwerke für dich?

Aura Dione: Meine Plattenfirma pocht darauf, dass ich da aktiv bin. Ich sage dann: "Joa … wenn ich Lust habe." Natürlich ist es mir wichtig mit meinen Fans in Kontakt zu stehen und sie auf dem Laufenden zu halten. Ich teile ihnen gerne Neuigkeiten mit, aber nur wenn mir danach ist. Ich schreibe nicht über jede Kleinigkeit wie "Ich putze mir die Zähne" oder "Jetzt mache ich Liebe". Es sollte schon wirklich Gehalt haben.

"Ich will mir einen Pulli aus dem Angorafell meines Kaninchens machen"

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Du bist als Kind sehr viel mit deinen Eltern um die Welt gereist. Wo warst du am liebsten?

Aura Dione: Wir sind sehr viel gesegelt und haben in einem Hausboot gelebt. Die schönsten Erinnerungen habe ich an die Zeit, als wir auf einer kleinen Insel namens Bornholm gelebt haben. Es ist der östlichste und sonnigste Teil von Dänemark. Es war dort sehr friedlich und naturverbunden. Da habe ich auch die meiste Zeit meiner Kindheit verbracht.

Es gibt mittlerweile so viele Castingshows im Fernsehen. Hättest du da selbst je mitgemacht?

Aura Dione: Ich bin kein großer Fan von Castingshows. Da sehe ich mir lieber ein zweistündiges Konzert von Michael Jackson, Dolly Parton oder Kanye West an. Ich glaube, in den Castingshows geht es mehr darum sich über Leute lustig zu machen als um die Karriere der Gewinner. Aber ich habe damals selbst bei einer Castingshow in Dänemark mitgemacht, als ich 15 Jahre alt war. Das war eine lustige Erfahrung, aber mehr auch nicht.

Was schaust du dir denn sonst im Fernsehen an?

Aura Dione: Ich schaue so gut wie nie fern, weil ich gar keinen Fernseher besitze. Aber wenn ich einfach mal abschalten will, schaue ich mir an meinem Rechner Serien an wie 'Californication', 'The L Word' oder 'Desperate Housewives'. Vor allem, wenn ich in einer fremden Stadt bin und alleine in meinem Hotelzimmer bin, ist das ein toller Zeitvertreib.

Wie sähe denn ein Tag aus, an dem du keinerlei Verpflichtungen hättest und nicht arbeiten müsstest?

Aura Dione: Dann suche ich mir etwas, das ich tun kann. Dabei geht es immer um meine Arbeit und meine Musik. Auch wenn ich mal frei habe, denke ich ständig darüber nach. So bin ich überhaupt so weit gekommen. Die Musik ist mein ständiger Begleiter, das kann ich nicht einfach abschalten. Ich übe an der Gitarre oder am Klavier und versuche Songs zu schreiben. Ansonsten treffe ich mich mit Freunden, koche etwas Leckeres und kümmere mich um mein Kaninchen, wenn ich zu Hause bin.

Du hast ein Kaninchen? Wie heißt es denn?

Aura Dione: Herman! Er ist ein Angorakaninchen. Eines Tages möchte ich ihm sein Fell abschneiden und mir daraus einen Pulli stricken, wo „Ich liebe Aura!“ drauf steht. Wäre das nicht toll?

Ja, das hört sich nach einem Plan an. Du sagtest, die Musik sei dein ständiger Begleiter. Könntest du dir dann überhaupt vorstellen mal etwas komplett anderes zu tun?

Aura Dione: Nicht zum jetzigen Zeitpunkt, weil ich es gerade sehr aufregend finde. Ich bin gerne mein eigener Boss und auch der Boss von allen anderen. Ich mag es anderen Leuten zu sagen, was sie tun sollen, weil ich die Einzige bin, die weiß, was ich will. Ich denke, es ist eine Gabe von mir, dass ich eine ganz klare Vorstellung davon habe, was ich tun will und in welche Richtung es gehen soll. Mein größter Traum ist es, dass die Menschen auf der ganzen Welt meine Musik lieben.

Dein Kleidungsstil auf der Bühne ist sehr farbenfroh und extravagant. Ziehst du dich auch privat so an?

Aura Dione: Wenn ich nicht arbeite, ist es sogar noch extremer. Dann probiere ich immer verrückte Sachen aus. Ich denke da gar nicht so viel darüber nach.

Also würden wir dich nie in Jogginghose und Kapuzenpulli sehen?

Aura Dione: Nein, das ist nicht wirklich mein Style, auch wenn es an anderen Leuten gut aussieht. Aber wenn es ein wirklich cooler Kapuzenpulli ist, dann würde ich es auch tragen. Das ist aber Geschmackssache.

Hast du eigentlich einen Lieblingsdesigner?

Aura Dione: Ich liebe den Designer Jeremy Scott aus Los Angeles. Er arbeitet viel mit Cartoon-Motiven. Außerdem mag ich den britischen Designer Holly Fulton. Er macht tolle Prints. Aber ich liebe auch Céline, was im Prinzip Herrenmode für Frauen ist. Ich bin kein Fashion-Junkie. Mir ist es nur wichtig, die Sachen richtig zu kombinieren und zu meinem eigenen Stil zu machen, der auch meine Persönlichkeit widerspiegelt.

Dein goldener Pullover gefällt mir. Von welchem Designer ist er?

Aura Dione: Das glaubst du jetzt nicht: Er ist von H&M! Aber er sieht so toll aus und das ist das Wichtigste. Meine Schuhe sind von Nicholas Kirkwood, davon gibt es nur acht Exemplare. Meine Hosen sind von einem dänischen Designer und die Socken aus Hong Kong. Man muss die Sachen einfach individuell kombinieren. Es muss Spaß machen.

Du experimentierst nicht nur gerne bei deiner Kleidung, sondern auch bei deinem Make-up. Was war deine peinlichste Schmink-Panne?

Aura Dione: Einmal durfte ich die Prinzessin von Dänemark treffen. Es war zu einer Zeit, in der ich nicht wirklich schön aussehen wollte, sondern künstlerisch und verrückt. Mein ganzes Outfit war ein wilder Farbenmix. Zudem habe ich mir weniger die Lippen als mein Gesicht angemalt. Ich sah aus wie ein Clown, als ich neben Prinzessin Mary für ein Foto posiert habe. Das Bild ist so schrecklich und hat mir eine wichtige Lektion erteilt: Male dir kein Lippenstift auf die Zähne, wenn du eine Prinzessin triffst!

Vielen Dank für das Gespräch!

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