'Auf einen Schlag': So wird der Dresden-'Tatort' mit Alwara Höfels, Karin Hanczewski & Co.

So wird der neue Dresden-"Tatort"
Das neue Team: Jella Haase, Karin Hanczewski, Alwara Höfels, Martin Brambach (v.l.n.r.) © MDR/Andreas Wünschirs

Mit geballter Frauen-Power kommt das neue "Tatort"-Team aus Sachsen daher. Damit kehrt der MDR mit seinen "Drei Engeln aus Dresden" nach 16 Jahren Abwesenheit wieder in das Elbflorenz zurück. Die Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) sowie die Polizeianwärterin Maria Magdalena Mohr (Jella Haase) gehen in "Auf einen Schlag" (Sonntag, den 6. März ab 20:15 Uhr) mit viel Humor an ihre Aufgaben heran. Unterstützt werden sie vom Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach), ein Polizist der alten Schule, dem es teilweise schwer fällt, mit seinen jungen Kolleginnen Schritt zu halten.

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Erster Fall von Jella Haase

Der Film stammt aus der Feder von Drehbuchautor Ralf Husmann, der vor allem durch die Erfolgsserie "Stromberg" bekannt wurde und dafür sogar mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Im Dresden-"Tatort" wollte er Polizistinnen mitten aus dem Leben darstellen: "Mir war wichtig, möglichst 'normale' Ermittlerinnen zu zeigen, die auch noch ein Privatleben haben", sagt Husman zu seinem Werk. Es gäbe ja schon genug Kommissare mit Macken, Alkoholproblemen und Depressionen. Wie wahr, wie wahr...

 

Worum geht es?

 

In ihrem ersten Fall werden die Dresdner Kommissare mit einem brutalen Mord in der Schlager-Szene konfrontiert. Inmitten der Proben zu einer Show ist ein Lokalmatador erschlagen in den Kulissen aufgefunden worden. Auf den ersten Blick war Toni allseits beliebt und hatte keine Feinde. Seine Frau und Gesangspartnerin Tina ist verzweifelt, der langjährige Manager Rollo wirkt, als hätte er einen Sohn verloren. War es ein enttäuschter Fan? Oder ging es um Geld? Anscheinend lief es nicht mehr so rund...

Als die Tatwaffe mit Rollos Fingerabdrücken gefunden wird, deutet alles in die Richtung des einsamen Managers. Während die Ermittlerinnen Sieland und Gorniak immer tiefer in diese Welt aus Sein und Schein eindringen, entdeckt die junge Polizeianwärterin Maria Mohr den entscheidenden Hinweis und bringt sich dabei selbst in große Gefahr...

 

Lohnt sich das Einschalten?

 

Irgendwie kann sich der neue Dresden-"Tatort" nicht ganz entscheiden, ob er jetzt lustig sein möchte oder vielleicht doch ganz ernst. Die skurril anmutenden Schlager-Stars sind überzeichnet dargestellt und spätestens bei einem auftauchenden Hardcore-Fan kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Auf der anderen Seite kommt der Film mit viel Ernsthaftigkeit und am Ende auch mit einer dramatischen Wendung um die Ecke, die zartbesaiteten Zuschauern vielleicht sogar eine Träne in die Augen zaubert.

Fazit: Manchmal witzig, manchmal todernst. Vielleicht ist es gerade dieser Spagat, den die Macher mit dem Dresden-"Tatort" aufs Parkett bringen wollen. Auch wenn es dabei am Drehbuch für die Zukunft noch die ein oder andere Stellschraube zu drehen gäbe: Die schauspielerische Leistung des Teams, ausgestattet mit viel Leidenschaft, Charisma und Esprit, macht Lust auf mehr "Tatort" aus Dresden.

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