Attentat in Paris: Auch Margarethe Schreinemakers hat Freunde verloren

Attentat in Paris: Auch Margarethe Schreinemakers hat Freunde verloren

Margarethe Schreinemakers trauert um ihren guten Freund Milko

Moderatorin Margarethe Schreinemakers kann immer noch nicht fassen, dass ihre Freunde tot sind. Die 57-Jährige hat bei den Attentaten in Paris zwei Menschen verloren, die ihr nahe standen. Ihr guter Freund MIlko wollte mit seiner Lebensgefährtin Elife und Kollegen in Paris vermutlich nur ein Restaurant besuchen. Er und Elife starben durch die schrecklichen Attentate der Terroristen. Währenddessen saß Margarethe Schreinemakers an diesem Abend als Gast in der MDR Talkshow 'Riverboat'. Während der Sendung erfuhr sie von den Bomben in Paris.

- Anzeige -

„Dann hat ein Teilnehmer in der Runde plötzlich an seinem Handy rumgefummelt - was ich nicht so gut fand - und sagte nur: 'Ach du Scheisse, es gibt ein Attentat in Paris. 30 Tote. Die Zahl erhöhte sich dann im Verlauf der Sendung und uns befiel eine große Hilflosigkeit, weil man nirgendwo weniger Informationen bekommt, als ich einer Live-Sendung im Fernsehen“, erinnert sich die 57-Jährige.

Im Laufe der nächsten Stunden bekam Schreinemakers dann die Nachricht, dass Milko und seine Lebensgefährtin unter den Opfern waren. Via Facebook erinnert die Moderatorin an den 47-Jährigen, der erst vor vier Monaten als Ingenieur nach Paris gegangen war.

„Es ist so super traurig ... aber unseren Lütticher Freund und seine Frau, die mit ihm diesen sinnlosen Tod in Paris sterben musste, gibt es nicht mehr...Milko, ich weiß, es gibt viele, die dich vermissen werden...am meisten deine Tochter und natürlich auch die Mutter deiner Tochter. Wir denken an dich, an deine Frau, eure Familien, deine Lieben, deine Freunde...und an die vielen, vielen anderen, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren.“

Inzwischen werden Rufe in ganz Deutschland und Europa laut, Terroristen könnten getarnt als Flüchtlinge nach Europa kommen und unschuldige Menschen, wie Milko, töten. Die Moderatorin kann solche Denkweisen nicht verstehen. "Was ich entsetzlich finde, dass es Politiker gibt, die gleich meinen, dass die Schuldigen ganz schnell gefunden sind. Die seien nämlich innerhalb der Flüchtlinge zu finden. Du fliehst nicht Tausende von Kilometern, hast nichts am Leib, schwimmst durch Meere, riskierst dein Leben und zückst dann Handgranaten und Waffen - und die funktionieren dann noch", so die Moderatorin.

Wir dürfen uns dem Terror nicht beugen, sagt Margarethe Schreinemakers. Und: Sie will das fröhliche, so unbeschwerte Lachen ihres Freundes Milko nie vergessen. Der Belgier hinterlässt eine Tochter im Teenageralter.

— ANZEIGE —