Attentäter John Hinckley kommt frei: Ronald Reagans Tochter geschockt

Attentäter John Hinckley kommt frei: Ronald Reagans Tochter geschockt
Patti Davis bei einer Veranstaltung in Beverly Hills © acepixs/ImageCollect

Die Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan (1911-2004), Patti Davis (63), hat die Gerichtsentscheidung, wonach John Hinckley Jr. (61) aus einer psychiatrischen Klinik entlassen werden soll, kritisiert. Hinckley hatte versucht, Reagan im März 1981 zu töten. "Ich bin von der jüngsten Entwicklung nicht überrascht, aber mein Herz ist krank", schrieb Davis in einem Statement auf ihrer Website.

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Er soll bei Mutter leben

Patti Davis kritisierte auch Hinckleys Anwälte und Ärzte, nach deren Meinung die Psychosen und Depressionen des Mannes seit Jahrzehnten abnehmen und seine narzisstische Persönlichkeitsstörung zurückgegangen sei.


Freiheit frühestens am 5. August

Der 61-jährige Hinckley wird aus der Klinik in Washington, D.C. frühestens am 5. August entlassen und soll dann vorerst bei seiner Mutter in Williamsburg, Virginia, leben, wie die "Washington Post" berichtete. Sein Attentat auf Reagan beging er 1981 aus dem Motiv, die Schauspielerin Jodie Foster (53) zu beeindrucken, von der er ein besessener Fan war. Der geistig verwirrte Täter wurde im Juni 1982 von einem Gericht für unzurechnungsfähig erklärt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Bei dem Attentat hatte er mehrere Schüsse abgegeben, Reagan wurde an der Lunge verletzt. Auch Secret-Service-Agent Tim McCarthy, der Polizist Thomas Delanty und Reagans Pressesekretär James Brady wurden angeschossen. Brady erlitt dabei schwerste Hirnschädigungen und Lähmungen.


"Als mein Vater im Krankenhaus lag, um sich von den Schüssen zu erholen, die ihn fast getötet hätten, sagte er, 'Ich weiß, die Möglichkeit gesund zu werden, hängt von meiner Bereitschaft ab, John Hinckley zu vergeben'", schreibt Davis. Und auch sie selbst glaube an das Verzeihen. "Aber jemandem zu vergeben, heißt nicht, dass man ihn in Virginia frei lässt, um fortzuführen, was auch immer an dunklen Zielen noch da sind."


"Für immer verfolgt"

Davis sagte in ihrem Statement zudem, dass sie "für immer verfolgt werde" von dem Angriff auf ihren Vater: "Wenn John Hinckley von irgendetwas verfolgt wird, denke ich, ist es, dass er seine Mission, den Präsidenten zu töten, nicht erfolgreich abschließen konnte." Reagan starb 2004 im Alter von 93 Jahren an einer Lungenentzündung. 1994 hatte er in einem persönlichen Brief an die US-Bevölkerung über die kurz zuvor bei ihm diagnostizierten Alzheimer-Krankheit berichtet.


Patti Davis hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als sie den Schauspieler Will Ferrell (49) dafür kritisiert hatte, in dem Film "Reagan" mitwirken zu wollen. Darin soll es angeblich um die Demenz-Erkrankung des Ex-Präsidenten gehen. Ferrell gab schließlich bekannt, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, auch wenn es sich bei dem Film nicht wie berichtet um eine "Alzheimer-Komödie" handle.



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