Ärztin stützt Vergewaltigungsvorwurf

Wettermoderator Jörg Kachelmann ist wegen Vergewaltigung angeklagt.
Wettermoderator Jörg Kachelmann ist wegen Vergewaltigung angeklagt. © dpa, Ronald Wittek

Opfer sei ruhig und gefasst gewesen

Am 15. Tag im Vergewaltigungs-Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Ärztin ausgesagt, die das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer untersuchte.

- Anzeige -

Das Opfer sei ruhig und gefasst gewesen und habe nicht geweint, sagte die Ärztin vor Gericht aus. Sie wäre in frischer Kleidung gekommen, habe aber nicht geduscht, so dass alle gynäkologischen Untersuchungen vorgenommen werden konnten. Schnittverletzungen am Hals habe sie der Ärztin gezeigt, Blutergüsse an der Innenseite der Unterschenkel, Striemen

und Kratzer am Arm habe sie während der Untersuchung festgestellt.

Die Ärztin sagte, dass sie vergleichbare Blutergüsse auch an anderen Vergewaltigungsopfern festgestellt habe. Jede Vergewaltigung weise aber unterschiedliche Verletzungen und auch Verhaltensweisen der Opfer auf, so das Fazit der Ärztin.

Neben der Ärztin wurde die Freundin der Försterin Katharina T. befragt, um die Glaubwürdigkeit ihrer Freundin zu prüfen sowie ein Fernsehredakteur des MDR.

Kachelmann soll laut Anklage die 37-jährige Ex-Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Das mutmaßliche Opfer, eine Radiomoderatorin, wurde bereits ausführlich vernommen. Kachelmann weist die Vorwürfe zurück. Der Prozess wir am 1. Dezember fortgesetzt.

— ANZEIGE —