Hollywood Blog by Jessica Mazur

Artenschutz für ‚Promi-Ehe‘: Eine Gesellschaft will scheidungswilligen Stars helfen

Artenschutz für ‚Promi-Ehe‘: Eine Gesellschaft will scheidungswilligen Stars helfen
Artenschutz für ‚Promi-Ehe‘: Eine Gesellschaft will scheidungswilligen Stars helfen © (Bilderquelle: Jessica Mazur)

von Jessica Mazur

Heidi Klum und Seal. Katie Holmes und Tom Cruise. Gwyneth Paltrow und Chris Martin... Die Liste der gescheiterten Promi-Ehen ist lang und wird stetig länger. Doch damit ist jetzt Schluss. Das sage nicht ich. Das sagt die ‚Society for the Prevention of Celebrity Divorce‘, auf Deutsch also in etwa ‚Die Gesellschaft zur Vorbeugung von Promischeidungen‘. Die hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, Promi-Ehen zu retten: ‚One Celebrity Marriage at a Time‘ (‚Eine Promi-Ehe nach der anderen‘).

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So lautet hier in LA zumindest die Ansage, die man seit Tagen auf immer mehr Billboards und Bussen lesen kann. Auf den riesigen Werbetafeln, die u.a. am Sunset, Hollywood und Ventura Boulevard stehen, sind in großen roten Buchstaben Sätze gedruckt wie „Liebes Hollywood, bitte denke daran, dass Ehe eine feste Bindung ist und nicht eine günstige Gelegenheit, gesponsert zu werden“ oder „Liebes Hollywood, wenn ihr Scheidung populär macht, macht ihr Scheidung möglich.“ Und auf dem Hollywood Boulevard heißt es: „Liebes Hollywood, wenn ihr euch bewusst entpaart, entpaaren sich Millionen unbewusst.“

Und wie genau soll das Ganze funktionieren? Auf der Webseite der ‚Gesellschaft‘ heißt es, die zahlreichen Billboards an L.A.‘s meist befahrenen Straßen richten sich direkt an die Stars, die hier leben. Man hoffe, dass die ‚Keep your Marriage strong‘-Botschaft, die die Werbetafeln vermitteln sollen, auf diese Weise bei möglichst vielen Promis ankommt. Aha!

Das ist aber doch ganz schön kostspielig, oder? Die Billboards am Sunset kosten schließlich ab 10.000 Dollar im Monat aufwärts. Doch das ist scheinbar egal, denn die ‚Gesellschaft zur Vorbeugung von Promischeidungen‘ sagt klipp und klar: „Der Preis ein Billboard zu mieten ist hoch, doch der Preis einer verlorenen Ehe ist höher.“

Hier in L.A. fragen sich die Leute nun seit Tagen, wer sich denn nun hinter diesen ominösen Gesellschaft verbirgt. Eine Kirchengruppe? Eine Sekte? Keiner wusste bislang die Antwort. Und kann eine Anzeigentafel tatsächlich Ehen retten? Vermutlich nicht. Soll sie aber auch gar nicht. Denn wie jetzt herauskam, ist das Ganze – wie sollte es auch anders sein in Hollywood – nichts weiter als eine riesige Werbestrategie für eine neue Reality Show.

Gestern wurden die Billboards nämlich mit einem zusätzlichen Banner versehen, auf dem geschrieben steht: WATCH Marriage Boot Camp Reality Star, freitags um 21.00 Uhr. In der Show besuchen abgelegte Reality Stars aus Shows wie ‚Jersey Shore‘ oder ‚Bachelor‘“ ein Boot Camp, um ihre Ehen zu retten. Toll!

Die Promis können also aufatmen. Sie können auch in Zukunft heiraten und sich scheiden lassen, wie es gerade in den Terminkalender passt, ohne dass eine Gesellschaft ihnen dabei auf die Finger klopft. Noch mal Glück gehabt ;)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

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© Bild: Jessica Mazur