Hollywood Blog by Jessica Mazur

Arnie will Paparazzi an den Kragen

Arnie will Paparazzi an den Kragen
Arnie will Paparazzi an den Kragen

von Jessica Mazur

Seien wir doch mal ehrlich, wir alle lieben Paparazzi-Fotos! Was wären die Gossip-Magazine und Internetseiten ohne Fotos, die die Stars in ganz alltäglichen Situationen zeigen, gerne auch mal ungeschminkt, in Schlodderklamotten und nicht, wie auf dem roten Teppich, tiptop gestylt. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass auch die Celebrities im wahren Leben kleine Makel haben, denn gut auszusehen, nachdem ein ganzes Team von Make-Up-Artists und Stylisten stundenlang an einem herumgedoktert hat und jeder noch so kleine Schönheitsfehler mit Photoshop ausradiert wurde, ist schließlich keine große Kunst...

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Nicht zu vergessen sind natürlich auch die ganzen Fotos der Celebrity Kids, mit denen uns die Paparazzi tagtäglich versorgen. Natürlich bin auch ich kein großer Fan davon, dass es US-Magazinen erlaubt ist, aus Shiloh, Maddox und Co. Woche für Woche Coverstars zu machen, aber wie langweilig wären Fotos von Katie Holmes, wenn nicht die kleine Suri den Och wie niedlich-Faktor immer wieder in die Höhe treiben würde.

Doch mit Och wie niedlich und Guck mal, wie sieht die denn aus? soll ab Januar Schluss sein. Dann tritt nämlich ein neues Gesetzt in Kraft, das Arnold Schwarzenegger am Montag verabschiedet hat: das Anti-Paparazzi-Gesetz. Eigentlich gibt es das Anti-Paparazzi-Gesetz, das besagt, dass Promis in Kalifornien Zeitschriften oder Webseiten verklagen können, wenn diese Stories mit anstößigem und beleidigendem Inhalt veröffentlichen, schon seit ein paar Jahren, doch die bisherige Höchststrafe auf diese Vergehen war bislang so gering, dass sich kein Mensch darum geschert hat. Um das zu ändern, hat Arnie das Gesetz nun verschärft.

Ab Januar ist es in Hollywood offiziell verboten, mit Fotos von Prominenten zu handeln, die ohne deren Einverständnis entstanden sind und die die Promis bei persönlichen und familiären Aktivitäten zeigen. Soll heißen: Hasta la Vista, Fotos von Suri beim Spielen im Park, von Jen Aniston beim Dinner Date mit dem Mann der Stunde und von Brad und Angelina beim Hamsterkauf oder Weltretten. Fotografen, die diese Fotos knipsen und verkaufen müssen, genau wie die Medien, die diese Bilder kaufen und verbreiten, ab sofort mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Dollar rechnen.

Ob dieses verschärfte Gesetz tatsächlich das Ende der Paparazzi-Jagd auf die Promis bedeutet und sich der Inhalt der bunten Blättchen und Internetseiten ab 2010 merklich ändert, wird von Experten derzeit allerdings noch bezweifelt. Jaenne Wolf, Chefredakteurin des Parade-Magazins, erklärte gegenüber US-Medien, dass abzuwarten bleibt, wie viele Celebrities künftig tatsächlich Klage einreichen, denn so lange die Paparazzi Geld mit den Promi-Fotos verdienen, werden sie auch weiterhin gnadenlos auf den Auslöser drücken. Dennoch, die Verschärfung des Anti-Paparazzi-Law in Kalifornien gilt als ein kleiner Sieg der Promis im Kampf mit den Medien um den Schutz ihre Privatsphäre, und viele Celebrities zeigten sich zufrieden.

Zumindest zufriedener als mit einem anderen Gesetz, das Schwarzenegger ebenfalls verabschiedete und das ebenfalls ab Januar in Kraft treten wird. Dieses Gesetz besagt nämlich, dass man (oder frau...) sich ab sofort einem körperlichen Test unterziehen muss, bevor man (oder frau) sich in Zukunft in Kalifornien unter das Messer eines Schönheitschirurgen legen darf. Ich wette, auf DAS Gesetz hätte der eine oder andere hier in Hollywood gut und gerne verzichten können...;-)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

 

Arnie will Paparazzi an den Kragen
© Bild: Jessica Mazur