Armin Rohde synchronisierte als Student Pornos

Armin Rohde synchronisierte als Student Pornos
"Ein etwas alt geratener Junge": Armin Rohde © ddp images

Schon in Studentenzeiten konnte Schauspieler Armin Rohde (60) mit seiner Begabung Geld verdienen. Seine ersten Filme blieben allerdings den Erwachsenenkinos vorbehalten: Rohde verdiente sich unter anderem mit dem Synchronisieren von Pornos ein Zubrot, verriet er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Für so einen 70-Minuten-Porno gab es damals 400 Mark, das war viel Geld", erzählte der Schauspieler. "Dafür habe ich dann elf Stunden am Mikrofon gestanden, geächzt, gestöhnt und Sauereien erzählt. Aber 400 Mark bar auf die Kralle war eben genauso viel wie mein monatliches Bafög", so Rohde. "Vielleicht machen sich ja mal ein paar Leute auf die Suche nach den Filmen, in denen irgendein Pornoheld mit meiner Stimme rumstöhnt."

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Stöhnen für das BAföG

Als Kind sei er dagegen noch eher schüchtern gewesen. Mit zehn Jahren war er "ein stiller Junge und Bücherwurm", sagte Rohde. "Was mich manchmal einsam macht im Ruhrgebiet, ist: Ich habe mit Fußball nichts am Hut. Wenn die anderen auf den Bolzplatz gegangen sind, habe ich mit irgendeinem Comic oder Buch in der Ecke gelegen. Mit zehn Jahren habe ich die klassischen Götter- und Heldensagen des Altertums gelesen."

Das Kind im Manne hat Rohde sich offenbar auch mit 60 Jahren noch bewahrt. 60 klinge allerdings "so ungeheuer erwachsen und seriös", so der Schauspieler. "Da ist es schwer bis unmöglich, jemanden noch davon zu überzeugen, dass man eigentlich ein etwas alt geratener Junge ist." Vor dem runden Geburtstag habe er sich ohnehin gefürchtet: "Vor meinem geistigen Auge tauchte dauernd dieses goldbeklebte Pappschild mit einem Lorbeerkranz und einer 60 in der Mitte auf, das in irgendeinem Lokal mit Seeblick auf dem größten Tisch hinten in der Ecke steht. Und am Eingang steht ein Kellner und fragt, ob man Sekt mit Orangensaft möchte."

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