Armin Müller-Stahl: "Die Kiste" macht ihm keine Angst

Armin Müller-Stahl
Armin Müller-Stahl © Cover Media

Armin Müller-Stahl (83) versucht, das Leben und das Sterben mit Humor zu nehmen.

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Nur der Weg dorthin

Der Schauspieler ('Buddenbrooks') rührt gerade die Werbetrommel für seine dritte Autobiographie 'Dreimal Deutschland und zurück' und stellte diese gestern in Berlin vor. Dabei kam die Sprache auch auf den Tod, der für den Adolf-Grimme-Preisträger nicht mit Schrecken behaftet ist. Es ist eher der Weg dahin, der ihm Gedanken macht: "Ich hoffe, dass es, wenn wir Abschied nehmen, ohne Dramatik ist, dass es lustig in die Kiste geht", zitiert ihn die 'B.Z.'.

'Dreimal Deutschland und zurück', das am 9. April erschienen ist, widmet sich dem Verhältnis von Müller-Stahl zu seinem Heimatland, das doch nie wirklich Heimat war: "Ich habe in drei Deutschlands gelebt und konnte mit keinem richtig warm werden", beschreibt er in seinem Werk. "Als Künstler will ich Brückenbauer sein, der überall zu Hause ist und Freunde findet. Ein Deutscher von Geburt, aber ein Weltbürger aus Überzeugung." Der Hang zum Weltbürgertum zeigt sich in seinem Leben deutlich: Nachdem er lange in der DDR und später in der Bundesrepublik lebte, zog Müller-Stahl Ende der 80er Jahre in die USA. Noch heute pendelt er zwischen Kalifornien und Lübeck. Sein Lebensende möchte er am liebsten in Deutschland verbringen, wie Armin Müller-Stahl ähnlich flapsig in der Talkshow 'Beckmann' erklärte: "In die Kiste werde ich fröhlich in Deutschland steigen."

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