Hollywood Blog by Jessica Mazur

Aristo-Brats erobern Amerika

Aristo-Brats erobern Amerika
Aristo-Brats erobern Amerika

von Jessica Mazur

Ich habe heute ein neues Wort gelernt: Aristo-Brats. Das Wort "Brats" benutzen die Amis, wie wir Deutschen "Blagen" in Bezug auf Kinder, und mit Aristo-Brats sind in Anlehnung an "Aristocrats" die Kids der Schönen, Reichen und vor allem Berühmten gemeint. Das Wort ist derzeit sehr populär in Lalaland, denn immer öfter hört man die These, dass die Aristobrats auf dem besten Wege sind, Amerika "zu übernehmen". So auch in der neusten Ausgabe des amerikanischen 'Radar Magazines', dessen Cover in diesem Monat Suri Cruise und Maddox Jolie-Pitt zieren. In dem Magazin wird behauptet, dass die Vetternwirtschaft in Hollywood einen neuen Höchststand erreicht hat, und ich denke, mit der Aussage trifft das Blatt voll ins Schwarze.

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Denn während z.B. in England das blaue Blut von in der Familie weitervererbt wird, ist es in Hollywood mittlerweile ja so, dass hier der Ruhm von Generation zu Generation weitervererbt wird, besonders dann, wenn das Promi-Blut von Mama UND Papa kommt. Suri, Maddox, Shiloh, Lourdes, Max und Emme... bei diesen "Brats" muss man heutzutage ja nur den Vornamen nennen und so gut wie jeder weiß sofort, wer gemeint ist und dank der Tatsache, dass ihr Antlitz immer und immer wieder die Cover der US-Magazine ziert, auch wie sie aussehen.

Doch die Welt interessiert sich nicht nur dafür, wie die Promi-Sprösslinge aufwachsen - "Wie feierte Suri ihren zweiten Geburtstag?" "Wie viel Fast Food darf Zahara essen?" - aus irgendeinem Grund geht man auch automatisch davon aus, dass diese Kids ebenfalls die Talente ihrer Eltern besitzen... So hat Connor Cruise seine erste Hollywoodrolle an Land gezogen, Madonnas Tochter sollte eine Kinderkollektion für H&M entwerfen und wenn Maddox wollte, könnte er bestimmt schon Morgen seinen ersten 'Haar-Stylingtipps für Grundschüler'-Ratgeber auf den Markt bringen... ;-)

Genau wie im englischen Königshaus, gibt es aber auch in Hollywood ein paar Regeln, wenn es um die Vererbung von Ruhm und Aufmerksamkeit geht. In dem Radar Magazine Bericht verrät nämlich eine Hollywood Insiderin: Adoptierte Kinder lassen sich schlechter verkaufen und vermarkten, als biologische Kinder und die Erstgeborenen sind "more valuable" als der Rest... Demnach sind Shiloh und Suri also so was wie die (Gossip-)Thronfolger...;-)

Die Aristobrats selber, zu denen natürlich auch Kelly Osbourne, Peaches und Pixie Geldof oder Rumer Willis gehören, sind sich ihrer genetischen Vorteile auch durchaus bewusst und sollen untereinander sogar von einem "Lucky Sperm Club" sprechen, dem sie alle angehören... Und dieser Club bekommt bei dem anhaltenden Baby-Boom in Hollywood in den nächsten Monaten ja reichlich Zuwachs.

Ich denke, es ist gar nicht so schlimm, wenn die Amis ihre Promis behandeln wie Blaublüter, denn eigentlich ist es ja ganz süß, die kleinen Promi Mini-Me's beim Aufwachsen oder beim in die Fußstapfen der Eltern treten zu beobachten. Gefährlich wird es nur, wenn sich der allgemeine Glaube der Amerikaner, was der Vater kann, kann der Sohnemann schon lange, auch in andere Bereiche überträgt... Denn dass das mächtig in die Hose gehen kann, beweist ja nun ein Blick auf den derzeitigen US Präsidenten...;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur.

 

Aristo-Brats erobern Amerika
© Bild: Jessica Mazur