Antoine Monot Jr. und Lena Gercke: "Es ist wie Gott spielen"

Antoine Monot Jr. und Lena Gercke: "Es ist wie Gott spielen"
Legen ab Samstag unschuldige Menschen rein: Lena Gercke und Antoine Monot Jr. © ProSieben/Willi Weber

Am 22. August startet auf ProSieben die neue Show "Prankenstein". Um 20:15 Uhr können die Zuschauer Topmodel Lena Gercke (27) und ihren drei Komplizen Antoine Monot Jr. (40, "Ein Fall für Zwei"), Daniel Wiemer (39) und Jan Stremmel (29) dabei zusehen, wie sie ihre ahnungslosen Opfer einmal richtig auf den Arm nehmen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news sprechen Gercke und Monot Jr. über ihre sogenannten "Pranks", sowie private Erfahrungen mit Streichen.

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Von Limousinen und Lockvögeln

Seid Ihr schon mal so richtig auf den Arm genommen worden?

Antoine Monot Jr.: Meine Mutter hat mich einmal am 1. April auf den Arm genommen. Wir machten gerade einen Wanderurlaub. Jeden Tag waren wir wandern und jeden Abend haben wir in einer anderen Jugendherberge übernachtet. Ich war wohl knapp zehn Jahre alt und es regnete den ganzen Tag und meine Mutter hat mir erzählt, dass am späten Nachmittag eine große und tolle Limousine kommt und uns abholt und uns dann in ein schönes und großes Hotel bringen wird. Irgendwann, nach sechs, sieben Stunden wandern, löste meine Mutter, im strömenden Regen auf und sagte: "April, April". Dafür schämt sie sich bis heute. Und womit? Mit Recht.


Lena Gercke: Ich selbst wurde noch nicht reingelegt, aber schon oft von Freunden und der Familie überrascht. Aber mein Vater hat immer April-Scherze gemacht, weil er ganz gerne seine Kollegen oder meine Familie prankt. Er hat tatsächlich mal die Feuerwehr zu meiner Oma geschickt. Die Arme wusste gar nicht, was los ist. Das war sehr makaber und sehr teuer. So etwas sollte man auch nicht nachmachen.


Wo zieht Ihr die Grenze?

Gercke: Das wichtigste ist: Man sollte nie mit Leben und Tod spielen, da ist definitiv die Grenze. Wenn jemand eine absolute Todesangst erlebt, hört der Spaß auf.


Monot Jr.: Stimmt, umbringen sollten wir niemanden. Ich glaube, dann müssen wir den ein oder andere Prank weglassen.


Nehmt Ihr privat auch gern mal eure Freunde aufs Korn?

Monot Jr.: Ich pranke wahnsinnig gerne Menschen um mich herum, mach immer kleine Scherze. Eine Filmproduktion hat mir einen Flieger gebucht, weil wir in Berlin drehen wollten und kurz vor Abflug riefen sie an und ich sagte, dass ich mich wahnsinnig freue, morgen nach Berlin zu kommen. Die Sekunden der Stille, der Irritation, die liebe ich sehr.


Dann ist es ja perfekt, dass Sie der "Prankmaster" sind.

Monot Jr.: Auf jeden Fall. Wobei die Pranks, die wir hier machen, inhaltlich etwas ausgegorener, als meine kleinen Scherze sind. Gott sei Dank.


Was erwartet die Zuschauer?

Gercke: Auf jeden Fall wird es sehr lustig. Jeder Prank ist etwas, was man noch nicht gesehen hat. Wir sind sehr kreativ geworden, aber testen auch alles an uns selber aus. Wir überlassen die Gemeinheiten nicht nur unseren Opfern, sondern testen vorher, ob der Streich funktioniert und zumutbar ist. Also, dass es nicht weh tut und dass es nicht zu gemein ist. Wir versetzen uns in die Rolle des Opfers hinein.


Monot Jr.: Wir wollen den Zuschauer unterhalten und nehmen ihn mit auf eine große und lustige Reise.


Also ist einer von euch immer im Ungewissen, und an dem probiert Ihr zuerst aus?

Monot Jr.: Wir zeigen die gesamte Vorbereitung. Man sieht uns beim planen der Pranks. Wir machen uns Gedanken dazu: Kann man das machen? Kann man den Anderen betäuben? Wie betäubt man ihn am besten? Und dann folgen Fragen: Magst du das mal ausprobieren? Es ist ein bisschen wie Gott spielen.


Gercke: Alles muss ja von vorne bis hinten durchgeplant sein, damit auch alles funktioniert. Klar ist das teilweise wochenlange Vorbereitung. Wir wollen, dass alles so echt wie möglich ist. Daher ist es auch wichtig, dass so wenig Beteiligte wie möglich im Vorfeld eingeweiht sind. Die Emotionen müssen echt sein, denn der Zuschauer merkt sofort, wenn etwas gespielt ist.


Wie wählt Ihr eure Opfer aus?

Gercke: Man konnte sich im Vorfeld natürlich bei uns bewerben.


Monot Jr.: Es gab viele, die gesagt haben: Ich würde gern meinen Freund, meine Freundin, meinen Partner reinlegen. Wir haben uns die Kandidaten genau angeschaut und dann die Besten der Besten ausgewählt.


Herr Monot Jr., was macht ein "Prankmaster" genau?

Monot Jr.: Wir führen durch die gesamte Sendung. Wir begleiten den Lockvogel, beschatten das Opfer und organisieren alles drumherum, damit der Prank dann auch so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben.


Und Frau Gercke, was genau ist Ihre Aufgabe in der Show?

Gercke: Ich bin auch "Prankmaster", und mache all die Sachen, die Antoine auch macht. Es können nicht immer alle bei jedem Prank dabei sein. Das geht zeitlich nicht, weil jeder von uns auch einen anderen Job hat. Außerdem führe ich als Moderatorin durch die Show und erzähle die einzelnen Pranks.


Was war das Krasseste, das Ihr für die Show gemacht habt?

Gercke: Wir dürfen noch nicht viel verraten, es sind viele emotionale Momente. Auch ein paar Schmerzvolle. Körperlich. Aber nicht so, dass jemand danach ins Krankenhaus musste.


Monot Jr.: Das Schönste war, zu sehen, wenn unsere Pranks dann auch wirklich funktionieren. So wie wir uns das vorgestellt haben. Ich habe dabei eine Schadenfreude an mir entdeckt, die mir viel Freude gemacht hat. Ahnungslose Leute reinzulegen. Ein sensationelles Gefühl. Aber das zeichnet "Prankenstein" aus, dass wir den Zuschauer immer mitnehmen, auch hinter den Kulissen.


Aber wie haben die ahnungslosen Opfer reagiert? War es immer nur positiv?

Gercke: Eigentlich ja. Alle Menschen, die wir reingelegt haben, fanden es im Nachhinein auch selber lustig. Klar, im ersten Moment reagieren die Leute immer mit: "Wie könnt ihr mir das antun?". Dann sind sie natürlich sauer auf die Freunde oder Familie, die sie reingelegt haben. Im Endeffekt gehört zu dieser Sendung eine große Portion Selbsthumor und Selbstironie. Den haben aber zum Glück die meisten.


Monot Jr.: Die Reaktionskette ist, in dieser Reihenfolge: Ungläubigkeit. Dann Hass. Zuerst dem Lockvogel und dann uns gegenüber. Dann Erleichterung und schlussendlich Freude. Zwischendurch kommt dann immer wieder der Hass durch.


Gercke: Dann auch oft in Rache.


Monot Jr.: Wir bieten in der ersten Show schon Stoff für die Zweite.



spot on news

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