Anna-Maria Zimmermann soll trotz Lähmung Fitnessstudio-Gebühr bezahlen

Anna-Maria Zimmermann Anna-Maria Zimmermann soll trotz ihrer Lähmung die Fitnessstudio-Gebühr bezahlen.

Anwaltsschreiben bestreitet Erkrankung der Sängerin

Vor drei Jahren stürzte Anna-Maria Zimmermann auf dem Weg zu einem Auftritt in ihrem Hubschrauber ab. Sie wurde schwer verletzt, verbrachte mehrere Wochen im Krankenhaus. Langsam kämpfte sich die Sängerin ins Leben zurück, doch ihr linker Arm wird für immer gelähmt bleiben. Doch diese Verletzungen sind für ihr ehemaliges Fitnessstudio 'Easy GYM' in Delbrück offenbar nicht schwer genug – denn das Sportstudio soll laut 'Bild' jetzt verlangen, dass Anna-Maria ausstehende Gebühren in Höhe von 1.045,43 Euro nachzahlen soll. Sie habe nach dem Unfall versäumt, ihre Mitgliedschaft korrekt zu kündigen.

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Laut 'Bild' heißt es in einem Anwaltsschreiben des Fitnessstudios: "Es wird bestritten, die Beklagte wäre schwerwiegend und dauerhaft sportunfähig." Und bezugnehmend auf den Hubschrauberabsturz der heute 24-Jährigen: "Der angeführte Kündigungsgrund (Hubschrauberabsturz) entstammt allein ihrer Sphäre, sie kann sich daher nicht darauf berufen. Ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung liegt demnach nicht vor."

Für Anna-Maria Zimmermann unfassbar: Der Anwalt bestreitet eine ernsthafte Verletzung der Sängerin. Am Ende des achtseitigen Schreibens soll es heißen: "Vorsorglich wird bestritten, dass die Beklagte überhaupt erkrankt bzw. verletzt war." Ein großer Schock für Anna-Maria Zimmermann. Auf 'Bild'-Nachfrage sagte sie: "Ich lag nach dem Unfall im Koma und musste eine lange Reha machen. Ich bin aufgrund meines Arms definitiv nicht in der Lage, im Fitness-Studio zu trainieren. Das anzuzweifeln, finde ich geschmacklos."

Doch für 'easy GYM'-Chef Peter Hofer soll das Vorgehen rechtlich vollkommen in Ordnung sein: "Rein rechtlich schuldet Frau Zimmermann uns nun mal das Geld. Zudem hätte sie auch nach dem Hubschrauberabsturz bei uns ihr Training fortsetzen können, ihre Beine funktionieren ja. Auch schwangere Frauen sind in ihren Körperfunktionen eingeschränkt und trainieren trotzdem bei uns", zitiert ihn die Zeitung.

Angeblich will der Anwalt von der Sängerin sogar einen Beweis, dass sie nach dem Unfall wirklich bleibende Schäden davongetragen hat. Er habe eine "Augenscheinseinnahme im Studio der Klägerin" beantragt. Eine unglaubliche Forderung für Anna-Maria: "Das werde ich mir ersparen. Lieber zahle ich die Summe und die Gerichtskosten, bevor ich mich so demütigen lasse", sagte sie.

Bildquelle: dpa

Bildquelle: dpa bildfunk
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