Anna Loos: Es lebe Schimanski

Anna Loos (42) findet, dass Götz George (75) und dessen Filmcharakter Horst Schimanski nicht zum alten Eisen gehören.

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Er muss bleiben

Die Schauspielerin ('Nur ein Sommer') hatte einen Gast-Auftritt und ermittelte mit dem TV-Star ('Zettl') am Sonntag gemeinsam im 'Tatort'-Fall 'Loverboy'. Nun zweifelte Ulrich Noller auf WDR 5 an der Darstellung und befand, dass man sich überlegen solle, ob Schimanski noch in die heutige Zeit passe; es fehle an Authentizität. Wenn es nach Loos gehe, stimmt das allerdings nicht: "Ich kann mir gut vorstellen, dass hier noch ein paar tolle Geschichten warten", schwärmte sie im Interview mit 'Express'. "Götz George hat mit dieser Figur einen Kommissar geschaffen, der die deutsche Filmlandschaft revolutioniert hat. Ganz so eng hat er es ja nie mit Vorschriften und Gesetzen genommen, aber nun ist er ein Hauptkommissar in Rente. Er muss sich an viele Sachen gar nicht mehr halten. Er ist nun frei und kann im Kampf gegen das Böse und für Gerechtigkeit auch andere Wege gehen. Das finde ich einen wirklich interessanten und neuen Aspekt."

Die 'Bild'-zeitung fragte die Schauspielerin indes, ob Schimanski nach all seinen Fällen ein Vorbild für aktuelle Krimi-Stars sei. Auch hier fand Anna Loos klare Worte: "Als Schauspielerin würde ich sagen, TV-Ermittler können Folgendes von ihm lernen: Die Kraft und die guten Seiten in sich zu suchen, sich auf genau das verlassen, was man kann. Selbstkritisch zu bleiben. Zweifel zu bewahren. Sich mit guten Autoren, Produzenten, Kollegen und Regisseuren und Teams zu umgeben und ihnen zu vertrauen. Und auch ein wenig mutig sein und gern mal etwas wagen."

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